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So verhalten sich Wanderer bei Herdenschutzhunden richtig

Nach mehreren Angriffen in der Haute-Savoie erinnern Behörden an klare Regeln: Abstand halten, ruhig bleiben und Herden möglichst weiträumig umgehen.

Annecy – 07.09.2026: Nach mehreren Angriffen von Herdenschutzhunden auf Wanderer in den Bergen der Haute-Savoie werben Behörden und Präventionsfachleute erneut für umsichtiges Verhalten auf den Almen. Franceinfo berichtete am Montag über mehrere Vorfälle in der vergangenen Woche. Die Hunde schützen Schaf- und Ziegenherden vor Angreifern und können Menschen als Gefahr wahrnehmen, wenn diese den Tieren zu nahe kommen.

Die Präfektur der Haute-Savoie rät dazu, sich einer Herde langsam und mit großem Abstand zu nähern. Lässt sich eine andere sichere Route wählen, sollten Wanderer die Tiere weiträumig umgehen. Gefährlich kann es werden, wenn Menschen zwischen Hund und Herde geraten oder sich Lämmern nähern. Auch Füttern, Streicheln und lautes Rufen können die Schutzreaktion verstärken.

Nähert sich ein Herdenschutzhund, sollten Wanderer stehen bleiben oder ruhig weitergehen und hektische Bewegungen vermeiden. Davonlaufen ist ebenso riskant wie der Versuch, das Tier anzuschreien oder mit einem Stock abzuwehren. Eine seitliche Körperhaltung und ein ruhiger Ton können helfen, die Begegnung zu entschärfen. Wanderstöcke und Rucksäcke dürfen nicht drohend in Richtung des Hundes bewegt werden.

Besondere Vorsicht ist bei Ausflügen mit einem eigenen Hund geboten. Nach Angaben des Départements Haute-Savoie kann ein Herdenschutzhund den Begleithund selbst dann als Eindringling betrachten, wenn dieser angeleint ist. Vor einer Tour empfiehlt sich deshalb die Prüfung, ob der Weg über beweidete Flächen führt. Solche Abschnitte sollten mit Hund möglichst gemieden werden.

Auch Radfahrer und Läufer müssen ihr Tempo deutlich verringern, sobald sie eine Herde oder einen Hund erkennen. Radfahrer sollten absteigen und ihr Fahrrad in ruhigem Abstand schieben. Herdenschutzhunde verhalten sich anders als klassische Hütehunde: Sie bleiben nicht ständig beim Schäfer, sondern bewegen sich eigenständig rund um die Herde. Daher können sie auch auf Wegen auftauchen, die zunächst frei erscheinen.

Die Präventionsarbeit richtet sich besonders an Feriengäste, weil die Bergweiden während der Sommersaison stark besucht sind. Von Juni bis September werden zahlreiche Herden auf höher gelegene Flächen gebracht. Zugleich breitet sich der Wolf in den französischen Alpen wieder aus, weshalb Herdenschutzhunde für viele Tierhalter zu einem wichtigen Teil des Schutzkonzepts geworden sind.

Behörden und Tourismusstellen empfehlen, Warnschilder und örtliche Hinweise zu beachten sowie die geplante Strecke notfalls zu ändern. Auch wenn kein Schäfer in Sicht ist, kann sich eine bewachte Herde in der Nähe befinden. Ausreichender Abstand zu Herde, Lämmern und Hunden bleibt deshalb die wichtigste Sicherheitsregel.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Haute-Savoie
  • Département Haute-Savoie
  • Nationaler Aktionsplan Wolf und Weidetierhaltung

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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