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Sonnenfinsternis eröffnet seltenes Fenster zur Sonnenkorona

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist für die Astrophysik mehr als ein Himmelsschauspiel. Forschende untersuchen die schwer beobachtbare Sonnenkorona und die Reaktion der Erdatmosphäre auf die plötzliche Verdunkelung.

Paris – 12.08.2026: Die Sonnenfinsternis am Mittwochabend eröffnet Forschenden ein seltenes natürliches Beobachtungsfenster. Schiebt sich der Mond vor die helle Sonnenscheibe, lässt sich die sonst überstrahlte äußere Atmosphäre des Sterns, die Korona, genauer untersuchen. In Frankreich ist das Ereignis ungefähr zwischen 19.20 und 21.15 Uhr zu sehen; der Höhepunkt wird je nach Ort zwischen 20.10 und 20.30 Uhr erreicht.

Die Zone der totalen Finsternis verläuft über Grönland, Island, den Nordatlantik, Nordspanien und einen kleinen Teil Portugals. Dort verschwindet die Sonne vollständig hinter dem Mond, meist für weniger als zwei Minuten. In Frankreich bleibt die Finsternis partiell. Nach Angaben des Muséum national d'Histoire naturelle werden in Paris rund 92 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt, im Südwesten und an der Atlantikküste deutlich mehr.

Vor allem die Totalität ermöglicht Aufnahmen feiner Strukturen in der Korona sowie von Protuberanzen am Sonnenrand. Die Korona besteht aus extrem heißem Plasma und spielt eine wichtige Rolle für den Sonnenwind und die Ausbreitung geladener Teilchen. Da sich die Sonnenaktivität fortlaufend verändert, liefert jede Finsternis eine Momentaufnahme, die frühere Beobachtungen nicht ersetzen können.

Die NASA setzt ein Forschungsflugzeug vom Typ WB-57 ein. Es soll in rund 15.000 Metern Höhe dem Mondschatten folgen und die Korona mit Kameras im sichtbaren und infraroten Bereich erfassen. Der Flug oberhalb der Wolken verlängert die Beobachtungszeit gegenüber Stationen am Boden. Zudem lassen sich dort Teile des Infrarotspektrums messen, die in tieferen Luftschichten teilweise absorbiert werden.

Parallel untersuchen von der NASA unterstützte Teams mit Wetterballons, wie die unterste Atmosphärenschicht auf die abrupte Verdunkelung reagiert. In Island und Spanien messen sie unter anderem Temperatur, Feuchtigkeit und Ozonwerte und verfolgen die Ausbreitung des Mondschattens. Frühere Messkampagnen registrierten während totaler Finsternisse Veränderungen in der bodennahen Luftschicht sowie sinkende Ozonwerte.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA überträgt das Ereignis vom Observatorio Astrofísico de Javalambre in der spanischen Provinz Teruel, das in der Totalitätszone liegt. Die Messungen am Boden können Daten europäischer Sonnenmissionen wie Solar Orbiter und Proba-3 ergänzen.

Für Beobachter in Frankreich gelten während der gesamten partiellen Phase strenge Schutzregeln. Sicher ist der direkte Blick in die Sonne nur mit zertifizierten Finsternisbrillen nach ISO 12312-2 oder geeigneten Solarfiltern; gewöhnliche Sonnenbrillen genügen nicht. Wegen des niedrigen Sonnenstands ist außerdem freie Sicht nach Westen erforderlich.

Quellen

  • NASA Science
  • Centre national d'études spatiales
  • Europäische Weltraumorganisation
  • Muséum national d'Histoire naturelle
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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