Frankreich – 12.08.2026: Die partielle Sonnenfinsternis ist am Mittwochabend in ganz Frankreich zu sehen. Weil geeignete Schutzbrillen mancherorts knapp geworden sind, warnen Behörden, Augenärzte und astronomische Organisationen vor improvisiertem Augenschutz. Sonnenbrillen, verdunkelte Gläser, Röntgenbilder oder selbst gebastelte Folien schützen die Netzhaut nicht ausreichend.
Wer keine geprüfte Finsternisbrille besitzt, sollte die Sonne ausschließlich indirekt beobachten. Eine einfache Lochkamera lässt sich aus zwei Stücken Karton bauen. In einen Karton wird eine kleine Öffnung gestochen; das Sonnenlicht fällt hindurch auf einen zweiten, möglichst weißen Karton oder eine andere helle Fläche. Dort erscheint das Abbild der teilweise verdeckten Sonnenscheibe. Die beobachtende Person steht dabei mit dem Rücken zur Sonne und blickt allein auf die Projektion.
Nach demselben Prinzip funktionieren auch eine Schaumkelle oder ein Durchschlag mit kleinen Öffnungen. Das Licht wird auf eine helle Fläche gelenkt, auf der sich zahlreiche kleine Abbilder der Sonnensichel zeigen. Das Hilfsmittel darf jedoch keinesfalls wie ein Filter vor die Augen gehalten werden.
Besonders anschaulich kann das Schattenbild eines Laubbaums sein. Die Zwischenräume zwischen den Blättern wirken wie viele Lochkameras. Auf Pflastersteinen, einer weißen Wand oder einem hellen Tuch zeichnen sich dadurch zahlreiche Sichelformen ab. Auch hierbei gilt: Beobachtet wird das Lichtmuster am Boden, nicht die Sonne durch das Blätterdach.
Für den direkten Blick verlangen die französischen Behörden spezielle Finsternisbrillen mit CE-Kennzeichnung, die der Norm ISO 12312-2 entsprechen. Die Filter dürfen weder zerkratzt noch eingerissen oder anderweitig beschädigt sein. Weil die Finsternis in Frankreich während des gesamten Verlaufs partiell bleibt, gibt es keinen Augenblick, in dem die Sonne gefahrlos ohne Schutz betrachtet werden könnte.
Noch größer ist das Risiko bei optischen Geräten. Ferngläser, Teleskope und Kameras bündeln das Sonnenlicht und dürfen nur mit einem fachgerecht vor dem Objektiv angebrachten Sonnenfilter verwendet werden. Ein Filter hinter dem Okular bietet keinen verlässlichen Schutz. Auch Smartphones sollten nicht ohne geeignete Vorrichtung direkt auf die Sonne gerichtet werden.
Netzhautschäden können schmerzlos entstehen und sich erst später durch verschwommenes Sehen, dunkle Flecken oder verzerrte Konturen bemerkbar machen. Wer nach der Beobachtung solche Symptome feststellt, sollte unverzüglich augenärztliche Hilfe suchen. Ohne intakte Finsternisbrille bleiben Kartonprojektionen und Lichtbilder im Schatten die sicheren Möglichkeiten, das Ereignis zu verfolgen.
Quellen
- Französisches Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
- Société Française d'Ophtalmologie
- Association Française d'Astronomie
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).