Politik & Gesellschaft

Staatsanwaltschaft fordert 27 Jahre Haft im Mordprozess um Federico Aramburu

Im Pariser Mordprozess um den früheren argentinischen Rugby-Nationalspieler Federico Martin Aramburu hat die Staatsanwaltschaft 27 Jahre Haft für Loïk Le Priol und 20 Jahre für Romain Bouvier beantragt. Das Urteil soll am 25. September…

Paris – 24.09.2026: Im Prozess um die Tötung des früheren argentinischen Rugby-Nationalspielers Federico Martin Aramburu hat die Staatsanwaltschaft vor dem Schwurgericht von Paris lange Haftstrafen beantragt. Generalanwalt Philippe Courroye forderte am Mittwoch, dem 23. September, 27 Jahre Freiheitsstrafe für Loïk Le Priol. Gegen Romain Bouvier beantragte er 20 Jahre.

Le Priol ist wegen Mordes angeklagt, Bouvier wegen versuchten Mordes. Beide Männer stehen seit dem 7. September vor Gericht. Die Forderungen der Staatsanwaltschaft sind noch kein Urteil. Zunächst folgen die Schlussvorträge der Verteidigung, anschließend ziehen sich die Geschworenen und Berufsrichter zur Beratung zurück. Die Entscheidung soll nach bisherigem Stand am Freitag, dem 25. September, verkündet werden.

Aramburu wurde am frühen Morgen des 19. März 2022 am Boulevard Saint-Germain im sechsten Pariser Arrondissement erschossen. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung auf der Terrasse des Cafés Le Mabillon. Der 42-Jährige hielt sich gemeinsam mit seinem Freund und früheren Mitspieler Shaun Hegarty in Paris auf. Aramburu hatte unter anderem für Biarritz Olympique gespielt und 22 Länderspiele für Argentinien bestritten.

Die Ermittler rekonstruierten die Ereignisse jener Nacht unter anderem anhand von Aufnahmen aus Überwachungskameras. Nach Darstellung der Anklage schoss zunächst Bouvier auf Aramburu. Le Priol soll danach weitere, tödliche Schüsse abgegeben haben. Im Verfahren geht es deshalb auch um die genaue Abfolge der Schüsse, die Verantwortung jedes Angeklagten und die Frage, ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen Mordes erfüllt sind.

Le Priol hat im Prozess eingeräumt, auf Aramburu geschossen zu haben. Er bestreitet jedoch einen vorab gefassten Tötungsvorsatz und beruft sich auf Notwehr. Die Staatsanwaltschaft hält dieser Darstellung ihre Rekonstruktion der Tat entgegen. Welche Version das Gericht für erwiesen hält, entscheidet sich erst nach Abschluss der Plädoyers. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für sämtliche Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Neben Le Priol und Bouvier müssen sich zwei weitere Personen verantworten. Lyson Rochemir, die damalige Partnerin Le Priols, ist wegen Beteiligung an einem versuchten Mord angeklagt. Antony Sorrentino wird unter anderem vorgeworfen, Bouvier bei der Flucht geholfen zu haben. Ihre mutmaßlichen Beiträge werden vom Gericht jeweils gesondert bewertet; die am Mittwoch bekannt gewordenen Strafanträge von 27 und 20 Jahren beziehen sich auf Le Priol und Bouvier.

Der Prozess konfrontiert Aramburus Angehörige und frühere Weggefährten erneut mit der tödlichen Gewalttat im Zentrum von Paris. Nach den Anträgen der Staatsanwaltschaft liegt das Wort nun bei der Verteidigung. Das Urteil des Pariser Schwurgerichts ist für den 25. September 2026 angekündigt.

Quellen

  • Franceinfo
  • L'Équipe
  • Le Parisien
  • Associated Press
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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