Tarragona – 23.08.2026: Heftige Regenfälle haben in der Nacht zum 22. August die Küste der spanischen Provinz Tarragona überflutet. Mindestens elf Menschen wurden verletzt. Eine Person befand sich nach Angaben der Rettungsdienste in kritischem Zustand, eine weitere war schwer verletzt. Besonders betroffen waren Gemeinden in den Landkreisen Tarragonès und Baix Penedès, darunter Torredembarra, Creixell, Roda de Berà und El Vendrell.
Innerhalb weniger Stunden fielen örtlich bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. In einzelnen Gebieten wurden rund 100 Liter binnen drei Stunden gemessen. Die Niederschlagsmengen übertrafen damit die zuvor erwarteten Höchstwerte von etwa 90 Litern pro Quadratmeter deutlich. Straßen und Unterführungen verwandelten sich in Wasserläufe, Erdgeschosse liefen voll, Fahrzeuge blieben in überfluteten Bereichen stecken.
Der katalanische Rettungsdienst versorgte nach Medienberichten rund 40 Menschen; elf von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Mehrere Verletzungen waren die Folge eingestürzter oder beschädigter Mauern in Roda de Berà. Todesopfer meldeten die Behörden nicht. Der regionale Sonderplan INUNCAT für Hochwasserereignisse blieb jedoch aktiviert.
Auch zahlreiche Urlauber gerieten in Gefahr. Einsatzkräfte evakuierten einen Campingplatz in Creixell mit etwa 300 Menschen. Weitere Gäste mussten einen Campingplatz in Roda de Berà verlassen. Zudem wurde eine Diskothek in El Vendrell geräumt. Nachdem das Wasser zurückgegangen war, konnten erste Evakuierte in Creixell auf ihre Stellplätze zurückkehren; andernorts prüften die Behörden zunächst die Sicherheit der Anlagen.
Das Unwetter beeinträchtigte auch die wichtigsten Verkehrsverbindungen der Region. Die Nationalstraße N-340 blieb wegen der Überflutungen mehrere Stunden gesperrt. Am Bahnhof Sant Vicenç de Calders, einem Knotenpunkt mehrerer Bahnlinien, musste der Zugverkehr unterbrochen werden. Am Morgen des 22. August wurde der Betrieb wieder aufgenommen, zunächst jedoch mit Verspätungen und Einschränkungen.
Die Feuerwehr registrierte allein am Morgen binnen drei Stunden rund 50 wetterbedingte Einsätze in Katalonien. Die Helfer rückten zu gefährdeten Gebäuden und überfluteten Immobilien aus, beseitigten umgestürzte Bäume und sicherten lose Gegenstände. Der Zivilschutz forderte die Bevölkerung auf, überschwemmungsgefährdete Straßen, Unterführungen und andere tiefer liegende Bereiche zu meiden sowie amtliche Wetter- und Verkehrsmeldungen zu verfolgen.
Bereits am 20. August hatte ein separates Unwetter mit Starkregen, Hagel und kräftigem Wind Schäden in Teilen der Provinz Barcelona verursacht. Die jüngsten Überschwemmungen trafen vor allem die Küste südlich von Barcelona. Mit dem aktivierten INUNCAT-Plan koordinierten Zivilschutz, Feuerwehr und Kommunen ihre Einsätze in den betroffenen Gemeinden.
Quellen
- Franceinfo
- Europa Press
- Agencia EFE
- Generalitat de Catalunya – Zivilschutz
- El País
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).