Premierminister Michel Barnier hat angekündigt, dass etwa 300 französische Unternehmen, die jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielen, von einer temporären Steuererhöhung betroffen sein werden. Diese Maßnahme soll Frankreich helfen, die wachsende Staatsverschuldung zu reduzieren. Während der Beitrag dieser Unternehmen zunächst für ein Jahr festgelegt wird, könnte er auf zwei Jahre verlängert werden.
Im Fokus stehen Großkonzerne, die einen „außergewöhnlichen und temporären Beitrag“ leisten sollen, um die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren. Gleichzeitig kündigte Barnier an, dass Vermögende ebenfalls stärker besteuert werden. Ein Ehepaar mit einem Jahreseinkommen von 500.000 Euro und mehr wird von der neuen Regelung betroffen sein, die voraussichtlich zwei Milliarden Euro in die Staatskassen spülen soll.
Barnier betonte zudem, dass es keine neuen Steuern für die Mehrheit der vier Millionen kleinen und mittelständischen Unternehmen geben werde. Stattdessen plane die Regierung, Sozialabgaben zu reformieren, um die Beschäftigung von Geringverdienern zu fördern.
Diese Steuerinitiativen sind Teil eines umfassenderen Plans, bei dem zwei Drittel der Schuldenreduzierung durch eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben erreicht werden sollen.