Umwelt

Stiftung ruft nach Waldbränden in Gironde und Landes zu Spenden auf

Nach den schweren Waldbränden im Südwesten Frankreichs sammelt die Fondation du patrimoine Spenden für geschädigte Wälder in Gironde und Landes. Das Ziel liegt bei zwei Millionen Euro.

Bordeaux – 31.07.2026: Nach den schweren Waldbränden in den Départements Gironde und Landes hat die französische Stiftung für das Kulturerbe, die Fondation du patrimoine, zu Spenden für die geschädigten Wälder aufgerufen. Sie will insgesamt zwei Millionen Euro einwerben. Das Geld soll in Projekte fließen, die betroffene Flächen wiederherstellen, schützen und widerstandsfähiger gegen künftige Feuer machen.

Der Aufruf ist Teil einer landesweiten Nothilfesammlung, welche die Stiftung bereits im Juli eröffnet hatte. Sie richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Anders als die akute Katastrophenhilfe setzt die Initiative bei den langfristigen Folgen der Brände an: Sie soll Vorhaben finanzieren, die Böden sichern, Waldökosysteme stabilisieren und die Erneuerung zerstörter Bestände begleiten.

Die Feuer lösten in Gironde und Landes umfangreiche Evakuierungen und einen außergewöhnlich großen Einsatz von Rettungs- und Sicherheitskräften aus. Die Nationale Gendarmerie meldete am 25. Juli mehr als 1.200 eingesetzte Gendarmen in beiden Départements. Sie unterstützten Evakuierungen, sperrten gefährdete Gebiete ab und hielten Zufahrtsstraßen für Feuerwehr und Hilfsdienste frei.

Auch der französische Zivilschutz war nach eigenen Angaben mit mehr als 300 Freiwilligen in der Region tätig. Die Helfer betrieben Notunterkünfte, unterstützten die Evakuierung gefährdeter Menschen aus medizinischen und sozialen Einrichtungen und verteilten Wasser sowie weitere Hilfsgüter. Neben der Brandbekämpfung mussten die Behörden damit die Versorgung jener Menschen organisieren, die ihre Wohnungen vorübergehend verlassen hatten.

Die Stiftung verweist zur Begründung ihrer Sammlung auf die ökologische und regionale Bedeutung der Wälder. Rund 31 Prozent des französischen Staatsgebiets sind nach ihren Angaben bewaldet. Nach einem Großbrand genügt es jedoch nicht, neue Bäume zu pflanzen. Zunächst müssen Schäden an Böden und verbliebenen Beständen erfasst und Flächen gegen Erosion gesichert werden. Anschließend ist zu klären, welche Baumarten unter den jeweiligen Standort- und Klimabedingungen geeignet sind. Die Entwicklung der jungen Bestände muss über Jahre begleitet werden.

Ein ähnliches Spendenprogramm hatte die Stiftung Mitte Juli nach einem Feuer im Wald von Fontainebleau bei Paris aufgelegt. Dort arbeitet sie unter anderem mit dem Nationalen Forstamt, der Stadt und dem Schloss Fontainebleau sowie dem Département Seine-et-Marne und der Region Île-de-France zusammen. Die neue Initiative richtet die Hilfe nun gezielt auf die schwer getroffenen Gebiete im Südwesten.

Welche Projekte in Gironde und Landes gefördert werden, soll sich am konkreten Zustand der Flächen und am örtlichen Bedarf orientieren. Der Spendenaufruf verbindet damit die Bewältigung der Brandschäden mit der langfristigen Pflege der betroffenen Waldlandschaften.

Quellen

  • Franceinfo
  • Fondation du patrimoine
  • Gendarmerie nationale
  • Protection Civile

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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