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Straßburgs „Christkindelsmärik“: Ein Winterwunderland im Herzen des Elsass

Es gibt Orte, die Weihnachten nicht nur feiern, sondern zum Leben erwecken – und Straßburg gehört zweifellos dazu. Als ältester Weihnachtsmarkt Frankreichs, der auf eine Geschichte bis ins Jahr 1570 zurückblickt, zieht der „Christkindelsmärik“ Besucher aus aller Welt an. Mit seinen funkelnden Lichtern, festlichem Duft und der atemberaubenden Kulisse der historischen Altstadt bietet er ein…

Illustration Pixabay

Es gibt Orte, die Weihnachten nicht nur feiern, sondern zum Leben erwecken – und Straßburg gehört zweifellos dazu. Als ältester Weihnachtsmarkt Frankreichs, der auf eine Geschichte bis ins Jahr 1570 zurückblickt, zieht der „Christkindelsmärik“ Besucher aus aller Welt an. Mit seinen funkelnden Lichtern, festlichem Duft und der atemberaubenden Kulisse der historischen Altstadt bietet er ein Erlebnis, das tief in die Weihnachtsstimmung eintauchen lässt.

Ankunft in der Weihnachtsstadt

Schon bei der Ankunft in Straßburg merkt man: Hier liegt Weihnachten in der Luft. Vom Bahnhof aus führt der Weg direkt in die Altstadt, die Grande Île, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Überall hängen Lichterketten, die die engen Gassen in ein warmes Glühen tauchen. Weihnachtliche Melodien hallen durch die Straßen, und der Duft von Glühwein, Zimt und gebrannten Mandeln lockt die Sinne.

Der Weg zum Hauptmarkt am Place Broglie führt über die Rue des Grandes Arcades. Schon hier säumen kleine Stände den Weg – ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

Der historische Place Broglie – Herzstück des Christkindelsmärik

Das Zentrum des „Christkindelsmärik“ bildet der Place Broglie, der mit über 300 Holzbuden wie ein kleines Weihnachtsdorf wirkt. Die Stände sind festlich dekoriert, von Lichtergirlanden bis zu handgeschnitzten Ornamenten. Hier findet man alles, was das Herz begehrt: kunstvoll gestaltete Weihnachtskugeln, handgefertigte Spielzeuge, feine Seifen aus dem Elsass und natürlich kulinarische Köstlichkeiten.

Wer kann schon dem Duft eines frisch gebackenen Kougelhopfs widerstehen? Dieses typisch elsässische Hefegebäck, oft mit Rosinen und einer zarten Zuckerkruste, ist ein Muss.

Der Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber – Ein Gigant im Lichterglanz

Ein paar Schritte weiter erwartet einen eines der Wahrzeichen des Straßburger Weihnachtsmarkts: der riesige Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber. Dieser Gigant, der jedes Jahr mit größter Sorgfalt ausgewählt wird, erreicht oft Höhen von über 30 Metern. Die funkelnden Lichter, geschmückt mit traditionellen elsässischen Motiven, sind ein echter Blickfang.

Hier befindet sich auch das „Village du Partage“, ein Bereich, der ganz dem Teilen und Geben gewidmet ist. Verschiedene wohltätige Organisationen laden dazu ein, den Geist der Weihnacht durch kleine Spenden oder Einkäufe zu unterstützen.

Die Kathedrale Notre-Dame – Magischer Mittelpunkt der Altstadt

Ein Besuch des Weihnachtsmarkts wäre nicht vollständig ohne einen Spaziergang zur imposanten Kathedrale Notre-Dame. Diese gotische Schönheit, die majestätisch über die Stadt ragt, bietet eine spektakuläre Kulisse für die festlichen Aktivitäten.

Vor der Kathedrale gibt es einen weiteren Markt, der sich auf handwerkliche Kunst spezialisiert hat. Hier trifft man lokale Künstler, die ihre Kreationen mit viel Leidenschaft präsentieren – von filigranen Glasornamenten bis hin zu kunstvollen Holzschnitzereien.

Kulinarische Verlockungen – Weihnachten für den Gaumen

Die Weihnachtsmärkte in Straßburg sind ein Paradies für Feinschmecker. Neben dem bereits erwähnten Kougelhopf sollte man unbedingt die „Bredele“ probieren – kleine, kunstvoll dekorierte Kekse, die in unzähligen Varianten angeboten werden.

Ein weiteres Highlight ist „Choucroute“, das traditionelle Sauerkrautgericht, das in dampfenden Schalen serviert wird. Und natürlich darf der Vin Chaud nicht fehlen: heißer Glühwein, der mit Gewürzen wie Zimt und Nelken verfeinert wird.

Zauberhafte Ecken und überraschende Entdeckungen

Während der Christkindelsmärik seinen Hauptfokus auf den Place Broglie und den Place Kléber legt, gibt es in Straßburg noch viele andere festlich geschmückte Plätze zu entdecken. Besonders stimmungsvoll ist das Viertel „La Petite France“. Mit seinen Fachwerkhäusern, die von glitzernden Lichterketten umrahmt werden, fühlt man sich hier wie in einem weihnachtlichen Märchen.

Ein Geheimtipp ist der Markt auf der Terrasse Vauban, wo man einen etwas ruhigeren Moment genießen und den Blick über die festlich geschmückte Stadt schweifen lassen kann.

Praktische Tipps für den Besuch

  • Anreise: Straßburg ist bequem mit dem Zug oder dem Auto zu erreichen. Parkmöglichkeiten gibt es etwas außerhalb der Altstadt; von dort bringt ein Shuttle-Bus die Besucher in die Innenstadt.
  • Beste Zeit: Die Wochenenden sind meist sehr gut besucht. Wer es etwas ruhiger mag, sollte unter der Woche am frühen Abend kommen, wenn die Lichter in voller Pracht leuchten.
  • Mitbringen: Warme Kleidung und bequeme Schuhe sind ein Muss, denn man verbringt viel Zeit im Freien.

Weihnachtsstimmung zum Mitnehmen

Nach einem Tag auf dem Christkindelsmärik verlässt man Straßburg mit dem Herzen voller Weihnachtsfreude und vielleicht einer Tasche voller kleiner Schätze – sei es ein Glas hausgemachter Marmelade, ein handgeschnitzter Anhänger oder eine neue Lieblingssorte Bredele.

Aber das Schönste, was man mitnimmt, sind die Erinnerungen: an die strahlenden Lichter, die fröhliche Atmosphäre und die herzliche Gastfreundschaft, die diesen Weihnachtsmarkt so einzigartig machen.

Willkommen in der Hauptstadt der Weihnacht! 🎄

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