Politik & Gesellschaft

Studie: Mieten in der Ile-de-France seit 1984 nahezu vervierfacht

Eine am 23. Juli veröffentlichte Auswertung zeigt: Die Medianmieten in der Ile-de-France stiegen zwischen 1984 und 2020 deutlich schneller als die Einkommen. Besonders Haushalte mit niedrigen Einkommen tragen eine hohe Belastung.

Paris – 24.07.2026: Eine neue Untersuchung des Institut Paris Region dokumentiert die langfristig stark gestiegenen Mietkosten in der Ile-de-France. Demnach haben sich die Medianmieten von Mietwohnungen zwischen 1984 und 2020 nahezu vervierfacht. Der aktuelle Anlass ist die Veröffentlichung der Studie am Donnerstag, 23. Juli. Sie vergleicht die Entwicklung in privaten unmoeblierten und moeblierten Wohnungen sowie im sozialen Wohnungsbau.

Bei unmoeblierten privaten Wohnungen stieg der mittlere Quadratmeterpreis laut der Auswertung von 4,80 Euro im Jahr 1984 auf 18,10 Euro im Jahr 2020. Für moeblierte Wohnungen wird ein Anstieg von 6,50 auf 25 Euro je Quadratmeter ausgewiesen. Auch die Sozialmieten nahmen zu, blieben aber von einem wesentlich niedrigeren Niveau ausgehend deutlich unter den privaten Mieten.

Entscheidend ist nach Einschätzung der Autoren das Verhältnis von Miete und Einkommen. Die Einkommen der Mieterinnen und Mieter hielten mit der Preisentwicklung nicht Schritt. Bei Haushalten in unmoeblierten Mietwohnungen verdoppelten sich die Einkommen im untersuchten Zeitraum lediglich etwas mehr als. Bei moeblierten Wohnungen fiel der Anstieg noch geringer aus. Dadurch nahm der Anteil des Einkommens, der für die Miete aufgewendet werden muss, erheblich zu.

Der sogenannte Mietbelastungsanteil erreichte den Daten zufolge 2013 einen Höchststand. In unmoeblierten privaten Wohnungen entfielen damals im Median 26,6 Prozent der Einkommen auf die Miete, bei moeblierten Wohnungen 29,1 Prozent. Anschliessend ging die Belastung leicht zurück. Für 2022 weist die Studie 24,8 Prozent bei unmoeblierten und 28,2 Prozent bei moeblierten Mietverhältnissen aus.

In Paris liegt die Belastung besonders hoch. Der mittlere Anteil des Einkommens, der 2022 für die Miete gezahlt wurde, betrug dort 34 Prozent. Alleinlebende Männer kamen auf 38 Prozent, alleinlebende Frauen auf 42 Prozent. Bei Alleinerziehenden lag der Wert bei 39 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich auf Medianwerte und beschreiben damit nicht die Belastung jedes einzelnen Haushalts.

Besonders angespannt ist die Lage für einkommensschwache Mieter im privaten Markt. Nach der Studie wenden sie im Durchschnitt beinahe die Hälfte ihrer monatlichen Mittel für die Miete auf: 48,5 Prozent in unmoeblierten und 50,4 Prozent in moeblierten Wohnungen. Wohnbeihilfen seien deshalb für diese Haushalte von zentraler Bedeutung, um die laufenden Kosten finanzieren zu können.

Die Untersuchung liefert keinen aktuellen Mietspiegel für das Jahr 2026. Sie beschreibt vielmehr eine langfristige Entwicklung bis 2020 bei den Mieten und bis 2022 bei der Einkommensbelastung. Dennoch ist ihre Publikation vom 23. Juli 2026 für die laufende Debatte über bezahlbaren Wohnraum in der Ile-de-France relevant. Sie unterstreicht den Abstand zwischen Mietpreisen und Einkommen in der Region.

Quellen

  • Institut Paris Region
  • Boursorama mit Media Services
  • Franceinfo
  • Insee

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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