Katsuura – 22.09.2026: Der Taifun Dujuan hat an Japans Pazifikküste heftige Regenfälle und starke Winde ausgelöst. Mehr als 1,6 Millionen Menschen in gefährdeten Gebieten wurden am Montag von den Behörden aufgerufen, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Betroffen waren vor allem der Großraum Tokio sowie die Präfekturen Chiba, Kanagawa und Shizuoka. Die Warnungen richteten sich insbesondere an Bewohner von Gebieten, in denen Überschwemmungen und Erdrutsche drohten.
Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde befand sich Dujuan am Montagnachmittag etwa 130 Kilometer südöstlich von Katsuura in der Präfektur Chiba. Der Taifun zog mit ungefähr 35 Kilometern pro Stunde nach Nordosten. Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten erreichten rund 144 Kilometer pro Stunde, einzelne Böen waren noch stärker. Als besonders gefährdet galten die Izu-Inseln, Küstenabschnitte und tiefer gelegene Stadtviertel.
Die Behörden warnten vor rasch anschwellenden Flüssen, überfluteten Straßen und Erdrutschen an aufgeweichten Hängen. In Teilen der Region Kanto wurden außergewöhnlich große Niederschlagsmengen registriert. Auf der Insel Izu Oshima fielen binnen 24 Stunden mehr als 670 Millimeter Regen. In der Stadt Kimitsu in Chiba waren es innerhalb eines Tages mehr als 320 Millimeter.
Die Evakuierungsaufrufe hatten je nach örtlicher Gefahrenlage unterschiedliche Dringlichkeitsstufen. Bewohner gefährdeter Häuser sollten die Hinweise ihrer Kommunen verfolgen und frühzeitig Schutzräume oder andere sichere Orte aufsuchen. Der Katastrophenschutz warnte davor, überflutete Straßen zu befahren oder Schutz in unterirdischen Anlagen zu suchen. Für die Izu-Inseln und Teile der Regionen Kanto, Tokai und Tohoku bestand weiterhin Gefahr durch Starkregen, hohe Wellen und heftige Böen.
Auch der Verkehr war erheblich beeinträchtigt. Japan Airlines strich nach Angaben japanischer Medien 120 Inlandsflüge, All Nippon Airways weitere 140 Verbindungen. Im Bahnverkehr kam es ebenfalls zu Ausfällen und Einschränkungen, unter anderem in Chiba, Ibaraki und im Westen Tokios. Ein für Montag vorgesehener Programmtag der Computerspielmesse Tokyo Game Show wurde wegen des Unwetters abgesagt.
Die japanische Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde bestätigte in der Präfektur Miyazaki einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Taifun. Eine weitere Person wurde leicht verletzt. Zeitweise waren etwa 9.000 Haushalte ohne Strom. Behörden prüften Schäden an Straßen, Gebäuden und Versorgungsleitungen.
Dujuan zog nordöstlich an der Boso-Halbinsel vorbei und anschließend auf den offenen Pazifik hinaus. Das verringerte die Gefahr eines direkten Landgangs im Ballungsraum Tokio. Die Wetterbehörde hielt ihre Warnungen vor örtlichen Überschwemmungen, Erdrutschen und hohem Wellengang dennoch aufrecht.
Quellen
- Franceinfo
- Japanische Wetterbehörde
- Japanische Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde
- The Japan Times
- Le Parisien mit AFP
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).