Umwelt

Tausende fordern in Frankreich mehr Klimaschutz

Bei Demonstrationen in mehreren französischen Städten verlangen Tausende Menschen ein Sofortprogramm gegen die Klimakrise. Finanziert werden soll es unter anderem durch höhere Abgaben für große Vermögen und fossile Unternehmen.

Marseille – 26.09.2026: Tausende Menschen haben am Samstag in Marseille, Auxerre, Rouen und Saint-Étienne für einen entschlosseneren Klimaschutz demonstriert. Die Kundgebungen waren Teil eines landesweiten Aktionstags, zu dem das Bündnis 26. September aufgerufen hatte. Nach Angaben der Organisatoren waren Veranstaltungen in Großstädten und kleineren Orten vorgesehen. Offizielle Teilnehmerzahlen der Behörden lagen zunächst nicht vor.

Die Initiatoren verlangen ein Sofortprogramm gegen die Folgen der Erderwärmung. Öffentliche Einrichtungen sollen besser auf große Hitze vorbereitet, Beschäftigte bei hohen Temperaturen stärker geschützt und Rettungsdienste ausreichend ausgestattet werden. Gefordert werden zudem Hilfen für Menschen ohne Wohnung und für landwirtschaftliche Betriebe, die unter Dürre und anderen Klimafolgen leiden.

Über akute Schutzmaßnahmen hinaus wirbt das Bündnis für ein umfassendes Anpassungsprogramm der Kommunen. Dazu zählen die Wiederherstellung des staatlichen Grünen Fonds, zusätzliche öffentliche Planungskapazitäten und eine schnellere energetische Sanierung von Wohnungen. Wälder, Böden, Hecken, Flüsse und Grundwasservorräte sollen nach dem Willen der Organisatoren besser geschützt und geschädigte Ökosysteme wiederhergestellt werden. Gerade Städte und Gemeinden tragen einen erheblichen Teil der praktischen Vorsorge, etwa bei Gebäuden, Verkehrswegen, Grünflächen und dem Umgang mit Wasser.

Für eine schnellere Senkung der Treibhausgasemissionen fordert das Bündnis ein Ende staatlicher Hilfen für fossile Energien. Neue Vorhaben zur Förderung oder Nutzung fossiler Brennstoffe sollen unterbleiben, öffentliche Verkehrsmittel im ganzen Land leichter zugänglich werden. Damit verbindet die Bewegung klimapolitische Ziele mit sozialen Forderungen: Schutzmaßnahmen und der Umbau der Energieversorgung dürften Haushalte mit geringen Einkommen nicht zusätzlich belasten.

Finanziert werden soll das Programm nach den Vorstellungen der Initiatoren durch eine Abgabe auf außergewöhnliche Gewinne fossiler Unternehmen und der Rüstungsindustrie sowie durch eine Klimasteuer für große Vermögen. Der Aktionstag richtete sich damit auch an die nationale Finanzpolitik. Die Demonstrierenden forderten, öffentliche Mittel stärker für Klimaanpassung, Vorsorge und die Umstellung der Energieversorgung einzusetzen.

Auf der zentralen Internetseite des Bündnisses waren vor dem Aktionstag 49.099 Unterzeichner und 1.164 beteiligte Organisationen verzeichnet. Der gemeinsame Aufruf verband Klimaschutz und den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen mit Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Lokale Ankündigungen bestätigten Veranstaltungen unter anderem in Rouen und Auxerre; in Marseille begann der Protest am Vormittag. Nach den Märschen sollten an zahlreichen Orten Versammlungen stattfinden, um weitere Vorhaben auf kommunaler Ebene zu beraten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Mouvement du 26 septembre
  • Les Ecologistes

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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