Mantes-la-Ville – 18.09.2026: Nach dem tödlichen Brand eines Elektroautos auf der Autobahn A13 bei Mantes-la-Ville untersuchen Justiz und Unfallforscher den Ablauf des Unglücks. Eine im neunten Monat schwangere Frau und ihr vierjähriger Sohn kamen ums Leben. Ein dritter Insasse wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Weshalb das Fahrzeug Feuer fing, ist weiterhin ungeklärt.
Der Unfall ereignete sich am Samstag, 12. September, in einem überdachten Abschnitt der Fahrbahn in Richtung Paris. Als die Rettungskräfte eintrafen, konnten sie Mutter und Kind nicht mehr retten. Nach Angaben der Feuerwehr waren 74 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen vor Ort. Der betroffene Autobahnabschnitt wurde für den Einsatz gesperrt.
Die Staatsanwaltschaft Versailles leitete ein Verfahren zur Klärung der Todesursachen ein. Nach ihrem bisherigen Kenntnisstand war kein anderes Fahrzeug an dem Geschehen beteiligt. Hinweise auf einen Zusammenstoß liegen demnach nicht vor. Auch für den Ausbruch und die schnelle Ausbreitung des Feuers gibt es bislang keine gesicherte Erklärung. Die Ermittler haben noch keine bestimmte Ursache benannt.
Parallel dazu eröffnete das Büro für Untersuchungen zu Unfällen im Landverkehr, das BEA-TT, eine technische Untersuchung. Die staatliche Stelle arbeitet unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen. Sie soll den Verlauf schwerer Verkehrsunfälle rekonstruieren, mögliche Sicherheitsmängel erkennen und daraus Empfehlungen ableiten. Eine strafrechtliche Schuldzuweisung gehört nicht zu ihren Aufgaben.
Im vorliegenden Fall werden die Sachverständigen unter anderem den Zustand des ausgebrannten Fahrzeugs, mögliche technische Schäden und den zeitlichen Ablauf des Brandes untersuchen. Die starke Zerstörung dürfte die Rekonstruktion erschweren. Zudem müssen die Erkenntnisse der Feuerwehr, Spuren am Unfallort und technische Fahrzeugdaten zusammengeführt werden.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen soll es sich um ein elektrisch angetriebenes Modell der Marke Cupra gehandelt haben. Der Hersteller erklärte jedoch, bislang keine offizielle Bestätigung zur Marke des betroffenen Fahrzeugs oder zu den Umständen des Unglücks erhalten zu haben. Eine Hochvoltbatterie, einen technischen Defekt oder einen anderen Auslöser bereits jetzt als Ursache zu nennen, wäre daher spekulativ.
Brände von Elektrofahrzeugen können verschiedene Ursachen haben, etwa beschädigte Bauteile, Fehler in elektrischen Anlagen oder äußere Einwirkungen. Ob die Batterie in diesem Fall eine Rolle spielte, ist offen. Eine erste Mitteilung der Feuerwehr hatte das Alter des Kindes mit zwei Jahren angegeben; spätere Angaben des Ministeriums und der Staatsanwaltschaft nennen vier Jahre. Gesichert ist bislang, dass Mutter und Sohn im Fahrzeug starben und der dritte Insasse schwer verletzt überlebte.
Quellen
- Franceinfo
- Le Parisien mit Agence France-Presse
- Le Progrès mit Agence France-Presse
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).