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Tiergestützte Angebote geben Kindern in Gaza kurze Momente der Sicherheit

Das Sameer-Projekt im zentralen Gazastreifen bietet Kindern mit Tieren, Spiel und kreativen Aktivitäten psychosoziale Unterstützung. Die Hilfe findet in einer weiterhin extrem angespannten humanitaeren Lage statt.

Al-Zawaida – 14.07.2026: In einem Zeltlager im zentralen Gazastreifen erhalten Kinder durch den Kontakt mit Hunden, Kaninchen, Voegeln und Schildkroeten kurze Auszeiten vom Alltag in Krieg, Vertreibung und Unsicherheit. Das Sameer-Projekt verbindet Nothilfe mit kreativen Angeboten und tiergestützten Begegnungen. Ziel ist es, Kindern einen geschuetzten Rahmen für Spiel, Austausch und emotionale Entlastung zu geben.

Die Initiative arbeitet nach Berichten aus Gaza in Al-Zawaida und unterstützt Familien mit komplexem medizinischem Bedarf. Neben Unterkuenften und Hilfslieferungen betreibt sie Lern- und Betreuungsangebote für Kinder. In einem von Bildern und Farben gepraegten Bereich können die jungen Teilnehmer Tiere fuettern, sie beobachten oder mit ihnen spielen. Die Aktivitaeten ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, sollen aber Stress und Angst verringern.

Der Bedarf an solchen Angeboten bleibt gross. Das UN-Nothilfebuero OCHA berichtete am 10. Juli, dass die Sicherheits- und Versorgungslage im Gazastreifen weiter schwer vorhersehbar ist. Hilfsorganisationen leisten Fallbetreuung, Beratung und spezialisierte Unterstützung für Kinder in mehreren Gebieten, doch Zugangsbeschraenkungen, Materialmangel und die Folgen von Gewalt begrenzen die Arbeit erheblich.

Der seit dem 10. Oktober 2025 geltende Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas hat die Lage nicht dauerhaft stabilisiert. OCHA registrierte seit der Verkuendung der Vereinbarung weiterhin Tote und Verletzte. Die Vereinten Nationen verweisen zudem auf anhaltende Risiken für Zivilisten in Gebieten unter israelischer Militaerkontrolle sowie auf Schwierigkeiten bei der Versorgung und beim Schutz von Kindern.

Die Flaeche, in der sich die meisten Menschen in Gaza aufhalten, ist durch Zerstoerung, provisorische Unterkuenfte und begrenzte Infrastruktur gepraegt. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben zahlreiche Vertriebene weiter in überfuellten Zelten, Schulen oder beschädigten Gebäuden. Für Kinder kommen Verlusterfahrungen, unterbrochener Unterricht und die Gefahr nicht explodierter Kampfmittel hinzu.

Tiergestützte Paedagogik kann Kindern helfen, Anspannung abzubauen und wieder Vertrauen in soziale Beziehungen zu entwickeln. Die Verantwortlichen des Sameer-Projekts setzen deshalb auf einfache, niedrigschwellige Begegnungen. Tiere erzeugten eine ruhigere Atmosphaere und erleichterten Kindern die Teilnahme an Spiel- und Gruppenangeboten, berichteten Beteiligte des Projekts. Auch Betreuungspersonal und Eltern werden in die Schutz- und Unterstützungsarbeit einbezogen.

Das Angebot bleibt jedoch ein kleiner Baustein in einer umfassenden humanitaeren Krise. Die UN fordert weiterhin sicheren Zugang für Hilfslieferungen, Schutz für die Zivilbevoelkerung und ausreichend finanzierte psychosoziale Dienste. Für die Kinder in Al-Zawaida bedeuten einige Stunden mit Tieren und kreativen Aufgaben vor allem eines: einen seltenen Ort, an dem sie für kurze Zeit unbeschwert sein können.

Quellen

  • Franceinfo
  • United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs
  • The Sameer Project
  • Al Jazeera

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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