Berlin – 27.09.2026: Tigst Assefa hat den Berlin-Marathon gewonnen und dabei eine der schnellsten Zeiten der Geschichte erreicht. Die 29 Jahre alte Äthiopierin überquerte die Ziellinie am Sonntag nach 2:11:04 Stunden. Bis etwa zwei Kilometer vor dem Ziel lag sie auf Weltrekordkurs, im Schlussabschnitt konnte sie das hohe Tempo jedoch nicht mehr halten. Ihr Sieg geriet dennoch nicht in Gefahr.
Der Weltrekord im Frauenmarathon steht bei 2:09:56 Stunden. Die Kenianerin Ruth Chepngetich hatte diese Marke am 13. Oktober 2024 in Chicago aufgestellt. Assefa blieb in Berlin 68 Sekunden darüber. Nach Angaben von World Athletics ist ihre Zeit die drittschnellste, die eine Frau bislang über die 42,195 Kilometer gelaufen ist.
Assefa begann das Rennen in außergewöhnlich hohem Tempo. An den Zwischenmarken lag sie zunächst vor der Rekordvorgabe und behauptete diesen Vorsprung bis in die Endphase. Erst auf den letzten Kilometern verlor sie an Geschwindigkeit. Den Sieg brachte sie sicher ins Ziel, obwohl der Angriff auf Chepngetichs Bestmarke kurz vor dem Brandenburger Tor scheiterte.
Für Assefa ist es der dritte Erfolg beim Berlin-Marathon. Bereits 2022 hatte sie dort in 2:15:37 Stunden gewonnen und sich damit in der Weltspitze etabliert. Ein Jahr später lief sie in Berlin 2:11:53 Stunden und stellte damit den damaligen Weltrekord auf. Ihre Siegerzeit von 2026 liegt noch einmal 49 Sekunden unter dieser früheren Bestleistung.
Auch in dieser Saison hatte Assefa bereits ein bedeutendes Rennen gewonnen: Beim London-Marathon am 26. April lief sie 2:15:41 Stunden. Diese Leistung gilt als Weltrekord in einem reinen Frauenrennen ohne männliche Tempomacher. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gewann sie zudem Silber im Marathon; auch bei den Weltmeisterschaften 2025 in Tokio belegte sie den zweiten Platz.
Die Bestenlisten unterscheiden zwischen gemischten Rennen und Wettbewerben, in denen ausschließlich Frauen starten. Männliche Tempomacher können die Rennbedingungen und den Windschatten beeinflussen. Da der Berlin-Marathon als gemischtes Rennen ausgetragen wurde, war Chepngetichs in Chicago erzielte Zeit die maßgebliche Rekordmarke.
Assefas Auftritt fügt sich in die Geschichte einer Strecke ein, auf der wiederholt Bestzeiten erzielt wurden. Ihre Zeit liegt mehr als vier Minuten unter ihrem ersten Berliner Siegergebnis von 2022. Zugleich fehlten ihr am Sonntag lediglich 68 Sekunden zum Weltrekord.
Quellen
- Franceinfo: Ergebnisbericht
- World Athletics: Berichte und Athletenprofil
- BMW Berlin-Marathon: Medieninformationen
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).