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Tödlicher Brand in Lothringen: Sechs Festnahmen nach Feuerdrama von Neuves-Maisons

Es war eine dieser Nächte, nach denen eine Stadt nicht mehr dieselbe ist. In den frühen Morgenstunden des 30. November stand in Neuves-Maisons, südlich von Nancy, ein Wohnhaus in Flammen. Fünf Menschen starben. Wochen später rücken nun die Hintergründe dieses Verbrechens scharf ins Licht. Wie die Staatsanwaltschaft von Nancy mitteilte, wurden im Zuge der Ermittlungen…

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Es war eine dieser Nächte, nach denen eine Stadt nicht mehr dieselbe ist. In den frühen Morgenstunden des 30. November stand in Neuves-Maisons, südlich von Nancy, ein Wohnhaus in Flammen. Fünf Menschen starben. Wochen später rücken nun die Hintergründe dieses Verbrechens scharf ins Licht.

Wie die Staatsanwaltschaft von Nancy mitteilte, wurden im Zuge der Ermittlungen inzwischen sechs Personen festgenommen, darunter drei Minderjährige. Der Vorwurf wiegt schwer: vorsätzliche Brandstiftung mit Todesfolge. Ein Delikt, das im französischen Strafrecht mit lebenslanger Haft bedroht ist.

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen die Verdächtigen einen bezahlten Auftrag angenommen haben, das Haus in Brand zu setzen. Ziel des Anschlags war offenbar ein 22-jähriger Mann, der als einziger Bewohner überlebte, weil er sich zum Zeitpunkt des Feuers nicht in der Wohnung aufhielt. Er war kurz zuvor aus der Haft entlassen worden und soll Schulden im Drogenmilieu gehabt haben. Ein Motiv, das kalt klingt und doch erschreckend alltäglich wirkt.

Das Feuer brach gegen 3.20 Uhr morgens in der Wohnung einer Familie aus. Die Eltern, 59 und 60 Jahre alt, ihr 16-jähriger Sohn sowie zwei Freunde der Kinder, 16 und 20 Jahre alt, fanden den Tod. Bei den Vernehmungen erklärten die jungen Tatverdächtigen, sie seien überzeugt gewesen, das Haus sei leer. Ein Satz, der nichts entschuldigt.

Zwei der Festgenommenen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft, zwei weitere stehen unter richterlicher Aufsicht. Bereits Anfang Januar waren zudem zwei Männer aus der Justizvollzugsanstalt Metz in Polizeigewahrsam genommen worden. Einer gilt als mutmaßlicher Auftraggeber, der andere soll die Brandstifter angeworben haben – eine Art düstere Schaltstelle zwischen Milieu und Tat.

In Neuves-Maisons herrscht seither eine Mischung aus Trauer, Wut und Fassungslosigkeit. Anfang Dezember versammelten sich Einwohner zu einem stillen Gedenken. Kerzen, Umarmungen, lange Pausen im Gespräch. Man redet leiser als sonst.

Der Staatsanwalt von Nancy will am Freitag vor die Presse treten. Antworten werden erwartet. Und doch bleibt das Gefühl, dass manches Feuer mehr zerstört als Mauern.

Von Daniel Ivers

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