International

Tote bei Angriffen in der Ukraine und Russland

Russische Angriffe auf die Ukraine und ukrainische Attacken auf russische Energieanlagen haben mindestens acht Menschen getötet. Eine Raffinerie in Orsk stellte nach schweren Schäden ihren Betrieb ein.

Kiew – 13.08.2026: Bei Angriffen Russlands und der Ukraine sind nach Angaben örtlicher Stellen mindestens acht Menschen getötet worden. Russische Langstreckendrohnen trafen in der Nacht zum Donnerstag mehrere ukrainische Regionen. Dabei starben mindestens vier Menschen, acht weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern waren zwei Beschäftigte der ukrainischen Staatsbahn. Ihr Personenzug wurde in der Region Odessa von einer Drohne getroffen.

Nach Angaben des Leiters der Militärverwaltung von Cherson, Oleksandr Prokudin, kamen am Mittwochabend zudem zwei Männer durch einen russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Stadt ums Leben. Die gemeldeten Opferzahlen beruhen auf Angaben ukrainischer Behörden. Sie können sich im Zuge der Rettungsarbeiten und weiterer Untersuchungen noch ändern.

Auch auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wurden Tote gemeldet. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärte, vier Sprengstoffexperten des russischen Katastrophenschutzministeriums sowie ein Wachmann seien bei einer Explosion getötet worden. Sie hätten einen Ort untersucht, der zuvor Ziel eines ukrainischen Angriffs gewesen sei. Die Angaben der Kriegsparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Parallel setzte die Ukraine ihre Angriffe auf russische Energieanlagen fort. Der ukrainische Generalstab meldete einen Drohnentreffer auf den Raffinerie- und Petrochemiekomplex Gazprom Neftekhim Salawat in der russischen Teilrepublik Baschkortostan. Dort sei ein Brand ausgebrochen. Der Komplex liegt rund 1.300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und gehört nach ukrainischen Angaben zu den größten Anlagen dieser Art in Russland.

Der Gouverneur von Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte einen Drohnenangriff auf Salawat, sprach jedoch lediglich von einem Feuer in einem Industriegebiet und zwei Verletzten. Zum Ausmaß möglicher Schäden und zur Dauer etwaiger Produktionsausfälle lagen zunächst keine Angaben vor. Das Unternehmen Wildberries teilte mit, ein Lagergebäude in der Industriezone sei vorsorglich geräumt worden. Waren hätten sich dort nicht befunden.

Eine weitere bedeutende Raffinerie Russlands ist nach einem früheren ukrainischen Angriff inzwischen außer Betrieb. Der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, teilte am Donnerstag mit, die Anlage in Orsk habe ihre Produktion ausgesetzt. Wesentliche Teile der Infrastruktur seien beschädigt. Weil ausländische Technik betroffen sei und Sanktionen die Beschaffung erschwerten, könne die Reparatur bis zu sechs Monate dauern.

Kiew greift seit Monaten verstärkt russische Raffinerien und andere Einrichtungen der Ölwirtschaft an, um Einnahmen und Treibstoffversorgung des Landes zu beeinträchtigen. Russland setzt seinerseits seine Angriffe mit Drohnen, Raketen und Gleitbomben auf ukrainische Städte und Infrastruktur fort. Die Attacken auf Salawat und Orsk reichen weit über die unmittelbaren Frontgebiete hinaus.

Quellen

  • Associated Press
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels