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Tour de France Femmes 2025: Der größte Triumph einer Ausnahmefahrerin

33 Jahre alt – und jetzt schon eine Legende: Pauline Ferrand‑Prévot hat die Tour de France Femmes 2025 gewonnen. Als erste Französin seit Jeannie Longo 1989. Was für ein Moment. Was für ein Comeback. Zurück auf der Straße – und gleich obenauf Zehn Jahre lang dominierte sie das Mountainbike und den Cyclo‑Cross. Dann, 2024, die…

Pauline Ferrand‑Prévot (Wikipedia)

33 Jahre alt – und jetzt schon eine Legende: Pauline Ferrand‑Prévot hat die Tour de France Femmes 2025 gewonnen. Als erste Französin seit Jeannie Longo 1989. Was für ein Moment. Was für ein Comeback.

Zurück auf der Straße – und gleich obenauf

Zehn Jahre lang dominierte sie das Mountainbike und den Cyclo‑Cross. Dann, 2024, die Ankündigung: Pauline kehrt auf die Straße zurück – mit einem Ziel vor Augen, ganz klar ausgesprochen – der Tour‑Sieg. Kein Jahr später hält sie tatsächlich das Gelbe Trikot in den Händen.

Ihr Team: Visma–Lease a Bike. Ihr erster großer Auftritt: Paris–Roubaix, wo sie im April als erste Französin überhaupt triumphiert. Der Anfang einer märchenhaften Saison, deren Höhepunkt nun fest in den Annalen des Radsports steht.

Die Alpenetappen – Bühne für eine Meisterleistung

Die Entscheidung fiel in den Alpen. Auf der Königsetappe über den Col de la Madeleine startete Ferrand‑Prévot eine Attacke, wie man sie nur selten sieht. Alleine fuhr sie davon – mit einer Leichtigkeit, die selbst langjährige Beobachter staunen ließ. Tags darauf krönte sie sich mit einem Solosieg in Châtel.

3 Minuten und 42 Sekunden betrug am Ende ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Klare Verhältnisse, klare Siegerin. Frankreich jubelt – und nicht nur Frankreich.

Ein Palmarès, das seinesgleichen sucht

Straße, Cyclo‑Cross, Mountainbike, Gravel – und dann noch Olympia-Gold in Paris 2024. Kein Wunder, dass sie mittlerweile als die kompletteste Radsportlerin der Welt gilt. Ihre Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, ist so selten wie bewundernswert.

Dass ihr nun auch der Sieg auf der Grand Boucle gelingt, fügt dem ohnehin spektakulären Lebenswerk ein weiteres Glanzstück hinzu. Eine Karriere, die nicht nur in Trophäen, sondern in Geschichten gemessen wird.

Zwischen Kritik und Kontrolle

Natürlich bleibt auch Kritik nicht aus – etwa wegen ihrer gezielten Gewichtsreduktion im Frühjahr. Aber Ferrand‑Prévot kontert sachlich: Alles ärztlich begleitet, auf die besonderen Anforderungen der Berganstiege abgestimmt. Nichts Ungewöhnliches im Profisport – aber eben immer ein sensibles Thema.

Sie bleibt dabei: „Ich habe nichts Extremes gemacht. Und das ist nicht für immer.“ Souverän im Sattel, souverän im Umgang mit der Öffentlichkeit.

Was noch kommt – ist kein Abgesang

Wer denkt, dass nach dem Tour-Sieg Schluss ist, kennt Pauline Ferrand‑Prévot schlecht. Flandern? Lüttich? Noch viele Klassiker stehen auf ihrer Liste. Sie sagt: „Ich habe noch einiges vor mir.“ Und man glaubt es ihr sofort.

Denn sie fährt nicht einfach Rennen – sie lebt sie. Und sie liebt es, sich neue Ziele zu setzen. Immer weiter, immer höher.

Der größere Kontext: Ein Signal an eine Generation

Ferrand‑Prévots Triumph ist mehr als ein persönlicher Erfolg. Er ist ein Symbol für das Comeback des französischen Frauenradsports. Nach Jahrzehnten der Flaute wieder ganz oben. Für junge Fahrerinnen ein Vorbild, für die Szene ein Hoffnungsschimmer.

Und für das Publikum? Eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Eine Superwoman – nicht im Comic, sondern auf zwei Rädern.

Eine rhetorische Frage zum Schluss

Wer, wenn nicht sie, könnte den französischen Radsport in eine neue Ära führen?

Autor: Daniel Ivers

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