Wirtschaft

Trenitalia bestellt 19 Hitachi-Züge für Expansion in Frankreich

Trenitalia France erweitert seine Flotte um 19 Hochgeschwindigkeitszüge und hält am Ziel fest, 2029 zwischen Paris und London zu starten. Bis dahin sind noch technische und regulatorische Hürden zu überwinden.

Paris – 07.08.2026: Trenitalia France hat 19 Hochgeschwindigkeitszüge bei Hitachi Rail bestellt und seinen Plan bekräftigt, 2029 eine Verbindung zwischen Paris und London aufzunehmen. Die am Freitag angekündigte Investition soll den Ausbau des Frecciarossa-Angebots in Frankreich ermöglichen und zugleich die Fahrzeugbasis für einen möglichen Einstieg in den Verkehr durch den Ärmelkanaltunnel schaffen.

Die französische Tochter des italienischen Staatsbahnkonzerns Ferrovie dello Stato Italiane konkurriert bereits auf mehreren Hochgeschwindigkeitsstrecken mit der SNCF. Mit den zusätzlichen Zügen will sie die Kapazität bestehender Verbindungen erhöhen und ihr Netz erweitern. Einzelheiten zum Auftragswert, zu den Lieferterminen der Fahrzeuge und zu ihrer Verteilung auf die einzelnen Strecken wurden zunächst nicht genannt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der geplanten Verbindung zwischen Paris und London. Dort wird der grenzüberschreitende Schienenverkehr bislang von Eurostar beherrscht. Trenitalia France stellt für 2029 einen Markteintritt in Aussicht, doch die Bestellung allein garantiert den Betriebsbeginn nicht. Erforderlich sind unter anderem geeignete Trassen, Zulassungen für das britische und französische Netz sowie die Erfüllung der besonderen Sicherheitsanforderungen des Ärmelkanaltunnels. Auch die Abfertigung von Reisenden vor der Einreise nach Großbritannien muss in das Betriebskonzept eingebunden werden.

Hitachi Rail gehört bereits zu den wichtigen Zuglieferanten Trenitalias. Im März 2026 war eine weitere Vereinbarung über neun neue Frecciarossa-Züge bekannt geworden. Die nun bestellten 19 Fahrzeuge sind nach Angaben des Betreibers für die Expansion in Frankreich und künftige internationale Verbindungen vorgesehen. Ob sämtliche Einheiten für den Verkehr nach London technisch ausgerüstet und zugelassen werden sollen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Parallel bereitet Trenitalia seine Wartungsinfrastruktur im Großraum Paris vor. Ferrovie dello Stato Italiane hatte im März einen langfristigen Mietvertrag für ein künftiges Instandhaltungszentrum in Maisons-Alfort Pompadour bekannt gegeben. Die Anlage soll 2029 in Betrieb gehen und sowohl die französischen Verbindungen als auch einen möglichen Verkehr durch den Ärmelkanal unterstützen. Eine eigene Wartungsbasis würde dem Betreiber erlauben, mehr Fahrzeuge dauerhaft in Frankreich einzusetzen und deren Verfügbarkeit vor Ort zu sichern.

Für Reisende ist die Bestellung noch keine Ankündigung eines buchbaren Angebots. Fahrpläne, Ticketpreise und tägliche Frequenzen liegen bislang ebenso wenig vor wie ein endgültiger Starttermin. Fest stehen vorerst die Erweiterung der Flotte und der Aufbau einer Wartungsbasis; die Aufnahme des London-Verkehrs bleibt von Genehmigungen und betrieblichen Vorbereitungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals abhängig.

Quellen

  • Franceinfo
  • Trenitalia France
  • Ferrovie dello Stato Italiane
  • Hitachi Rail

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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