Lyon – 12.08.2026: In Lyon erschweren anhaltend hohe Nachttemperaturen die Erholung während der aktuellen Hitzewelle. Noch um Mitternacht zeigte das Thermometer nach Angaben von Franceinfo 30 Grad. Der Raum Rhône gehört damit zu den Gebieten, in denen die Wärme nach Sonnenuntergang nur langsam nachlässt. Météo-France erwartet für Mittwoch und Donnerstag verbreitet sehr hohe Werte. Den Höhepunkt der landesweiten Hitzebelastung prognostiziert der Wetterdienst für Donnerstag, 13. August.
Als tropische Nacht gilt in der Meteorologie eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt. Unter solchen Bedingungen kühlen Wohnungen, besonders in dicht bebauten Stadtvierteln, kaum aus. Schlafräume bleiben aufgeheizt, der Körper erhält weniger Gelegenheit zur Regeneration. Die Belastung trifft somit auch Menschen, die tagsüber direkte Sonne und körperliche Anstrengung weitgehend vermeiden konnten.
Météo-France registrierte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Temperaturen von mehr als 20 Grad bis in die Bretagne. Für Mittwoch werden örtlich 38 bis 39 Grad erwartet, unter anderem in der unteren Rhône-Ebene. Am Donnerstag sollen die Höchstwerte in weiten Teilen Frankreichs zwischen 35 und 40 Grad liegen. Danach verlagert sich die stärkste Hitze schrittweise nach Osten.
Für Lyon und das Département Rhône bedeutet dies mindestens eine weitere Nacht mit hoher Wärmebelastung. Nach der derzeitigen Prognose beginnt der Temperaturrückgang am Freitag, 14. August, zunächst an den Küsten des Ärmelkanals und des Atlantiks. Am Samstag soll kühlere Luft weiter nach Osten vordringen, am Sonntag rechnet der Wetterdienst mit einer allgemeinen Entspannung.
Gesundheitsrisiken entstehen allerdings schon unterhalb extremer Höchstwerte. Hitze beansprucht Kreislauf und körpereigene Temperaturregulation; mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe und Austrocknung, in schweren Fällen ein Hitzschlag. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, chronisch Kranke, Menschen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme sowie alleinlebende Personen.
Die Behörden empfehlen, Fenster, Vorhänge und Fensterläden tagsüber geschlossen zu halten und Wohnräume erst während der kühleren Nachtstunden zu lüften. Wasser sollte regelmäßig getrunken werden, auch ohne ausgeprägtes Durstgefühl. Körperliche Anstrengungen und Sport im Freien sind möglichst auf den frühen Morgen zu verlegen oder auszusetzen. Bei Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder starkem Unwohlsein ist medizinische Hilfe nötig.
Nach Angaben von Météo-France handelt es sich bereits um die dritte Hitzewelle des Sommers 2026 und die 54. in Frankreich seit 1947. Sie begann am 28. Juli und verstärkte sich nach einer kurzen Abschwächung erneut. Zugleich erreichte die landesweite Bodentrockenheit am 6. August laut Wetterdienst einen Rekordwert.
Quellen
- Météo-France
- Franceinfo
- Santé publique France
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).