Lège-Cap-Ferret – 28.07.2026: Während die Feuerwehr den Großbrand in der Gironde weiter bekämpft, sind einige Dutzend Bewohner der Halbinsel Cap Ferret trotz behördlicher Evakuierungsanordnung in ihren Häusern geblieben. Nach einem Bericht von Franceinfo wollen sie ihr Dorf und ihren Besitz schützen, teils auch die Feuerwehr unterstützen. Die Behörden hatten die Räumung angeordnet, weil sich das von Saumos ausgehende Feuer in Richtung der Küstenorte ausbreitete.
Nach Angaben der Gendarmerie nationale betraf die Evakuierung Zehntausende Menschen auf der Halbinsel Lège-Cap-Ferret. Polizei und Gendarmerie kontrollierten die Maßnahmen, informierten die Bevölkerung und suchten Häuser auf. Neben der Brandbekämpfung müssen die Einsatzkräfte verhindern, dass Menschen in gefährdete oder bereits gesperrte Gebiete zurückkehren.
Die Gemeinde Lège-Cap-Ferret teilte mit, die Räumung der Halbinsel sei geordnet verlaufen. Zugleich forderte sie die Evakuierten ausdrücklich auf, nicht eigenmächtig in das Gemeindegebiet zurückzufahren. Für Menschen, die nicht ausreisen konnten oder sich noch in einzelnen Zonen befanden, galten je nach örtlicher Lage besondere Schutzanweisungen. Die weitere Entwicklung des Feuers ließ sich zunächst nicht sicher vorhersagen.
Der Brand beeinträchtigte in den vergangenen Tagen Verkehr und Versorgung in der Region erheblich. Für die Evakuierung nutzten die Behörden neben den Straßenverbindungen auch Boote. Der vorbereitete Transport über das Wasser sollte die einzige Hauptzufahrt zur Halbinsel entlasten und eine Ausweichmöglichkeit schaffen, falls Staus oder die Ausbreitung des Feuers den Landweg blockieren sollten. Die Gendarmerie beteiligte sich mit umfangreichen Kräften an dem Einsatz.
Auf der Halbinsel wurden zudem vier breite Brandschneisen angelegt. Daran wirkten freiwillige Helfer, Militärangehörige und Fachunternehmen mit. Die Schneisen sollen den Flammen brennbares Material entziehen, ihre Ausbreitung bremsen und der Feuerwehr einen sichereren Zugang zu gefährdeten Abschnitten ermöglichen. Eine Evakuierung können sie nicht ersetzen: Wind, Rauch und Glutnester können die Lage innerhalb kurzer Zeit verändern.
Wer trotz einer Anordnung im Gefahrengebiet bleibt, setzt sich einem hohen Risiko aus und kann im Notfall zusätzliches Rettungspersonal binden. Erschwert werden mögliche Einsätze durch nächtliche Lagewechsel, geringe Sicht im Rauch und kurzfristig unpassierbare Straßen. Auch der Wunsch, Häuser zu schützen oder den Einsatzkräften zu helfen, ändert nichts an den geltenden Sperren.
Nach Angaben der Gemeinde hatte sich die Lage in Teilen der Halbinsel zuletzt nicht weiter verschärft. Eine allgemeine Rückkehrfreigabe war damit jedoch nicht verbunden. Über die Öffnung gesperrter Gebiete entscheiden die zuständigen Behörden anhand der Brandentwicklung und der Sicherheit der Verkehrswege.
Quellen
- Franceinfo
- Gemeinde Lège-Cap-Ferret
- Gendarmerie nationale
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).