International

Trump attackiert Journalisten beim Korrespondentendinner

Beim nachgeholten Dinner der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses hat US-Präsident Donald Trump Journalisten persönlich angegriffen. Der Abend in Washington war von demonstrativer Distanz zwischen Präsident und Presse geprägt.

Washington – 25.07.2026: US-Präsident Donald Trump hat das nachgeholte Dinner der White House Correspondents' Association für eine ausgedehnte Abrechnung mit Teilen der amerikanischen Medien genutzt. Vor Journalisten, Regierungsvertretern und Gästen sagte er, nach seinem Ausscheiden aus dem Amt würden viele Anwesende wirtschaftlich scheitern. Zudem sprach er von einer großen Ansammlung von Menschen, die an einem angeblichen Anti-Trump-Wahn litten.

Die Äußerungen fielen am Freitagabend, dem 24. Juli 2026, im Waldorf Astoria in Washington. Übereinstimmenden Berichten zufolge sprach Trump mehr als eine Stunde. Vereinzelte anerkennende Bemerkungen über Reporter verband er mit persönlichen Spitzen gegen Medienvertreter und politische Gegner. Besonders scharf griff er die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins an, die an diesem Abend zu den ausgezeichneten Journalisten gehörte.

Das traditionelle Dinner der Korrespondentenvereinigung würdigt seit mehr als einem Jahrhundert die Berichterstattung über das Weiße Haus und dient der Finanzierung journalistischer Stipendien. Gewöhnlich prägen satirische Reden des Präsidenten und prominenter Gäste den Abend. Trumps Auftritt veränderte diesen Charakter jedoch deutlich: An die Stelle wechselseitiger Selbstironie traten seine bekannten Vorwürfe gegen Medien, deren Berichterstattung er für unzuverlässig hält.

Ursprünglich war die Veranstaltung für den 25. April 2026 im Washington Hilton vorgesehen. Nach einem bewaffneten Sicherheitsvorfall wurde sie abgebrochen. Anfang Juni kündigte die White House Correspondents' Association an, das Dinner am 24. Juli in kleinerem Rahmen und unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen nachzuholen. Die Präsidentin der Vereinigung, Weijia Jiang, erklärte damals, Gewalt dürfe eine freie Presse nicht einschüchtern.

Trumps Teilnahme verlieh dem gesellschaftlichen Termin zusätzliche institutionelle Bedeutung. In seiner zweiten Amtszeit hat der Präsident Medienhäuser wiederholt mit Klagen, administrativen Maßnahmen und öffentlicher Kritik konfrontiert. Vor dem Dinner hatten Pressefreiheitsorganisationen und Hunderte ehemalige Journalisten die Korrespondentenvereinigung aufgefordert, Angriffen auf die Pressefreiheit entschiedener entgegenzutreten.

Der Präsident verband seine Attacken zudem mit einer Bemerkung über eine mögliche dritte Amtszeit. Der 22. Zusatzartikel zur US-Verfassung begrenzt die Wahl eines Präsidenten grundsätzlich auf zwei Amtszeiten. Trumps Aussage wurde in den Berichten als Scherz wiedergegeben, knüpfte aber an frühere Andeutungen über eine Fortsetzung seiner politischen Rolle an.

Nach Medienberichten reagierte das Publikum häufig zurückhaltend; auf mehrere Pointen folgte Stille. CNN stellte sich anschließend hinter seine Journalisten und ihre unabhängige Berichterstattung. Ungeachtet der politischen Konfrontation führte die Vereinigung das im April unterbrochene Programm zu Ende: Die journalistischen Auszeichnungen wurden verliehen und die vorgesehenen Stipendien vergeben.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • White House Correspondents' Association
  • Le Monde
  • CNN

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels