Washington – 24.07.2026: US-Präsident Donald Trump hat Basketballstar LeBron James bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus ohne Belege als möglichen Rassisten bezeichnet. Auslöser war eine Frage des Fox-News-Reporters Peter Doocy nach dem besten Spieler der NBA-Geschichte. Trump entschied sich für Michael Jordan und verband sein sportliches Urteil mit einer persönlichen Attacke auf James.
Jordan sei ein Freund, mit dem er Golf spiele, sagte Trump, zudem ein sehr guter Mensch. Über James äußerte er anschließend, dieser sei vielleicht ein Rassist; möglicherweise möge er ihn aber auch einfach nicht. Der Präsident fügte hinzu, er bevorzuge Menschen, die ihn mögen. Eine Begründung für den Vorwurf gegen James nannte Trump nicht.
Die Bemerkung fiel am selben Tag, an dem James seinen Wechsel zu den Philadelphia 76ers bekanntgab. Der 41-Jährige setzt seine NBA-Karriere nach seiner Zeit bei den Los Angeles Lakers in Philadelphia fort. Der Transfer lieferte den Anlass für die Frage nach dem seit Jahren geführten Vergleich zwischen James und Jordan. Trump machte daraus jedoch keine Debatte über Titel, Statistiken oder Spielstil, sondern eine Aussage über persönliche Nähe und politische Gegnerschaft.
Zwischen Trump und James bestehen seit Langem öffentliche Spannungen. James unterstützte in früheren Wahlkämpfen demokratische Präsidentschaftskandidaten und kritisierte Trump wiederholt. Während Trumps erster Amtszeit gerieten beide unter anderem über den Umgang des Präsidenten mit protestierenden NFL-Spielern und über Einladungen von Meisterteams ins Weiße Haus aneinander. James warf Trump damals vor, gesellschaftliche Gegensätze auch über den Sport zu verschärfen.
Der Vergleich der beiden Basketballer gehört zu den beständigen Debatten der NBA. Jordan gewann mit den Chicago Bulls sechs Meisterschaften und wurde fünfmal zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt. James errang vier NBA-Titel und erhielt ebenfalls vier MVP-Auszeichnungen. Die unterschiedlichen Karrieren lassen sich sportlich auf vielfältige Weise vergleichen; Trumps Einlassung verschob die Frage allerdings in eine politische Richtung.
Rassismusvorwürfe gehören in den Vereinigten Staaten zu den besonders aufgeladenen Kategorien der öffentlichen Sprache. Dass der Präsident eine solche Anschuldigung gegen einen der bekanntesten schwarzen Sportler des Landes ohne erkennbaren Nachweis formulierte, verleiht der Episode Bedeutung über den Sport hinaus. Sie berührt auch die Frage, wie politische Konflikte in den USA über kulturelle Symbole und prominente Personen ausgetragen werden.
Eine unmittelbare Reaktion von James auf Trumps Äußerung war zunächst nicht bekannt. Auch eine nachträgliche Präzisierung des Weißen Hauses wurde nicht veröffentlicht. Der Wechsel nach Philadelphia, zunächst ein sportliches Transferereignis, wurde damit binnen Stunden Teil einer breiteren politischen Auseinandersetzung.
Quellen
- Associated Press
- BBC Sport
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).