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Trump-Regierung will Auslieferung der Tate-Brüder nach Großbritannien nicht blockieren

Die US-Regierung will das Auslieferungsverfahren gegen Andrew und Tristan Tate nach Großbritannien nicht politisch stoppen. Den Brüdern werden dort unter anderem Vergewaltigung, Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und weitere Sexualdelikte vorgeworfen.

Miami – 23.07.2026: Die Regierung von Präsident Donald Trump will sich nicht gegen eine mögliche Auslieferung von Andrew und Tristan Tate nach Großbritannien stellen. Das Weiße Haus erklärte am Donnerstag, die Entscheidung werde im vorgesehenen US-Justizverfahren behandelt. Die beiden britisch-amerikanischen Influencer waren am 18. Juli 2026 in Miami von US-Marshals aufgrund eines britischen Auslieferungsersuchens festgenommen worden.

Die britische Crown Prosecution Service hat zusätzliche Anklagen gegen die Brüder zugelassen. Andrew Tate soll unter anderem wegen sieben weiterer Vergewaltigungsvorwürfe, wegen Beteiligung an der Organisation sexueller Ausbeutung sowie wegen Körperverletzung und Delikten im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material und extremer Pornografie angeklagt werden. Auch gegen Tristan Tate laufen neue Vorwürfe. Die Anklagebehörde betont, dass eine Anklage keine Feststellung der Schuld bedeutet.

Nach Angaben der britischen Staatsanwaltschaft soll die Auslieferung sowohl wegen früherer als auch wegen der neu zugelassenen Vorwürfe beantragt werden. Insgesamt geht es um 59 Anklagepunkte gegen die Brüder. Die mutmaßlichen Taten betreffen nach britischen Angaben mehrere Betroffene und einen Zeitraum zwischen 2010 und 2017. Andrew und Tristan Tate bestreiten die Vorwürfe und haben angekündigt, die Auslieferung juristisch anzufechten.

In Miami erschienen die Brüder bereits vor einem Bundesgericht. Für den 27. Juli 2026 ist eine weitere Anhörung angesetzt. Zunächst muss ein US-Gericht prüfen, ob die rechtlichen und vertraglichen Voraussetzungen für eine Übergabe an Großbritannien erfüllt sind. Dabei werden unter anderem die britischen Unterlagen, Haftbefehle und die Grundlage der gegen die Männer erhobenen Anschuldigungen bewertet.

Erst nach einer gerichtlichen Entscheidung liegt die abschließende Entscheidung über eine Auslieferung beim US-Außenministerium. Außenminister Marco Rubio verfügt dabei über einen politischen Ermessensspielraum. Die aktuelle Position der Trump-Regierung bedeutet daher nicht, dass eine Überstellung bereits beschlossen wäre. Sie besagt vielmehr, dass das Weiße Haus den laufenden Rechtsweg nicht zugunsten der Beschuldigten unterbrechen will.

Der Fall der Tate-Brüder hat wegen ihrer großen Reichweite in sozialen Netzwerken und ihrer Verbindungen zu Teilen des konservativen Online-Milieus in den USA besondere Aufmerksamkeit erhalten. Andrew Tate war früher Profikickboxer und wurde international mit provokanten, frauenfeindlichen Aussagen bekannt. Die nun in den USA laufende Auseinandersetzung betrifft jedoch ausschließlich die Frage, ob Großbritannien die Brüder strafrechtlich verfolgen kann.

Neben dem britischen Verfahren waren die Tate-Brüder bereits Gegenstand von Ermittlungen und Gerichtsverfahren in Rumänien. Das Auslieferungsverfahren in Florida kann sich durch Rechtsmittel über längere Zeit hinziehen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gelten Andrew und Tristan Tate hinsichtlich aller Vorwürfe als unschuldig.

Quellen

  • Crown Prosecution Service
  • Associated Press
  • NOTUS

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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