Saumos – 05.08.2026: Siebzig ukrainische Feuerwehr- und Rettungskräfte unterstützen in der Gironde die französischen Einsatzkräfte nach dem Großbrand, der seit dem 22. Juli weite Teile des Waldgebiets im Nordwesten von Bordeaux zerstört hat. Das Team traf nach Angaben von Franceinfo am Sonntag nach 52 Stunden Fahrt und einer Strecke von rund 2.500 Kilometern ein. Der Brand war am 4. August unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauern jedoch an.
Nach Behördenangaben und Berichten über den Einsatz hat das Feuer rund 42.000 Hektar erfasst. Damit gehört es zu den schwersten Waldbränden, die Frankreich in diesem Jahr getroffen haben. Besonders betroffen waren Kiefernwälder in der Gironde, unter anderem in der Umgebung von Saumos, Le Porge und Lacanau. Die Lage an den Rändern des Brandgebiets bleibt arbeitsintensiv, weil sich Feuer unter Asche, im Boden und in Wurzelbereichen halten kann.
Die ukrainischen Kräfte sollen die französischen Einheiten bei der Suche nach verbliebenen Glutnestern und bei der Sicherung besonders gefährdeter Waldabschnitte entlasten. Feuerwehrleute bewässern dazu Waldränder tiefgehend und kontrollieren Flächen wiederholt. Diese Phase ist entscheidend, weil trockene Vegetation und auffrischender Wind einzelne Brandherde erneut entzünden können, auch wenn keine offene Feuerfront mehr sichtbar ist.
Der Einsatz ist auch Teil der europäischen Katastrophenhilfe. Die Europäische Union hatte Frankreich bereits Ende Juli über den EU-Katastrophenschutzmechanismus mit Löschflugzeugen und Hubschraubern aus mehreren Staaten unterstützt. Zusätzlich stellte der Copernicus-Dienst der EU Lagekarten bereit. Ein Verbindungsoffizier der Europäischen Kommission unterstützte die Abstimmung der internationalen Hilfe vor Ort im Raum Bordeaux.
Für die Ukraine ist die Entsendung bemerkenswert, weil das Land selbst weiterhin unter den Folgen des russischen Angriffskriegs steht und seine Rettungsdienste regelmäßig mit Bränden, Angriffsschäden und anderen Notlagen befasst sind. Die Hilfe für Frankreich erfolgt dennoch mit einem eigenständigen Kontingent. Frankreichs Einsatzleitung kann damit auf Personal zurückgreifen, das Erfahrung mit außergewöhnlichen Gefahrenlagen besitzt.
Der Großbrand hatte in den vergangenen Wochen umfangreiche Evakuierungen und einen massiven Einsatz von Feuerwehr, Gendarmerie, Militär und europäischen Partnern ausgelöst. Die Präfektur und die örtlichen Rettungsdienste konzentrieren sich nun auf die Stabilisierung der zerstörten Waldflächen sowie auf die Verhinderung neuer Brandausbrüche. Die Belastung für die Einsatzkräfte bleibt hoch, obwohl sich die Feuerfront nicht weiter ausgebreitet hat.
Die ukrainischen Feuerwehrleute arbeiten damit in einer Einsatzphase, die weniger sichtbar ist als die Bekämpfung hoher Flammen, aber erhebliche Ausdauer verlangt. Auf der großen verbrannten Fläche müssen Wärme
Quellen
- Franceinfo
- Europäische Kommission – Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).