Umwelt

Ukrainische Rettungskräfte unterstützen Waldbrandbekämpfung in der Gironde

Ukrainische Einsatzkräfte helfen den französischen Feuerwehren bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände im Raum Bordeaux. Ihre Entsendung ist Teil der europäischen Katastrophenhilfe für Frankreich.

Bordeaux – 03.08.2026: Ukrainische Rettungskräfte unterstützen in der Gironde die französischen Feuerwehren bei der Bekämpfung großflächiger Waldbrände. Nach Angaben des ukrainischen öffentlich-rechtlichen Senders Suspilne entsandte der Katastrophenschutz des Landes eine gemeinsame Einsatzgruppe nach Südwestfrankreich. Sie verstärkt die örtlichen Kräfte in einem Gebiet, das seit Ende Juli von außergewöhnlich schweren Feuern betroffen ist.

Die ukrainische Hilfe ergänzt einen internationalen Einsatz. Frankreich hatte angesichts des Ausmaßes der Brände den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union aktiviert. Die Europäische Kommission koordinierte daraufhin Unterstützung durch Löschflugzeuge, Hubschrauber und Fachpersonal aus mehreren europäischen Staaten. Ein Verbindungsbeamter der Kommission arbeitet in Bordeaux mit den französischen Behörden an der Abstimmung der Hilfen.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurden seit Jahresbeginn landesweit mehr als 116.000 Hektar von Bränden erfasst. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete das Feuer in der Gironde als den größten Waldbrand der laufenden Saison. Zeitweise mussten nach offiziellen Angaben mehr als 220.000 Menschen ihre Wohnungen, Ferienunterkünfte oder Wohnorte verlassen.

Die Beteiligung aus der Ukraine ist auch deshalb bemerkenswert, weil der dortige Katastrophenschutz seit Beginn des russischen Angriffskrieges fortwährend mit schweren Schadenslagen konfrontiert ist. Seine Kräfte löschen Brände nach Angriffen, bergen Menschen aus eingestürzten Gebäuden und sichern zerstörte Infrastruktur. Mit der Entsendung nach Frankreich tritt die Ukraine zugleich als Hilfe leistender Staat im europäischen Katastrophenschutz auf.

In der Gironde richten sich die Arbeiten weiterhin auf das Ablöschen von Glutnestern, die Sicherung betroffener Waldflächen und den Schutz bewohnter Gebiete. Französische Feuerwehren, Sicherheitskräfte und Soldaten sind dort seit Tagen im Einsatz. Das Verteidigungsministerium hatte am 28. Juli mitgeteilt, die Streitkräfte unterstützten die zivilen Einsatzkräfte bei Evakuierungen, Logistik und Brandbekämpfung.

Zu den europäischen Partnern, die Frankreich operative oder technische Hilfe bereitgestellt haben, gehören auch Deutschland und Portugal. Die EU meldete am 27. Juli sieben Löschflugzeuge und vier Hubschrauber aus mehreren Staaten. Die Verstärkung wurde über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus organisiert, nachdem gleichzeitige Brände und umfangreiche Evakuierungen die nationalen Kapazitäten stark beansprucht hatten.

Nach Behördenangaben stabilisierte sich die Lage in Teilen der Gironde Ende Juli. Wegen der Hitze, der ausgetrockneten Vegetation und der Gefahr erneut aufflammender Glutnester blieb der Einsatz jedoch aufwendig. Ukrainische und französische Kräfte konzentrieren sich deshalb auf die dauerhafte Sicherung bereits betroffener Wald- und Siedlungsgebiete.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Ministère de l'Intérieur
  • Ministère des Armées et des Anciens Combattants
  • Europäische Kommission

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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