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UNESCO meldet ein Drittel mehr Angriffe auf Schulen

Die Vereinten Nationen bestätigten für 2025 weltweit 1.680 Angriffe auf Schulen. Die UNESCO fordert zum internationalen Aktionstag einen wirksameren Schutz von Bildung in Konflikten.

Paris – 09.09.2026: Die Zahl der von den Vereinten Nationen bestätigten Angriffe auf Schulen ist 2025 weltweit auf 1.680 gestiegen. Das waren 33 Prozent mehr als die 1.265 registrierten Fälle des Vorjahres, teilte die UNESCO zum Internationalen Tag zum Schutz von Bildung vor Angriffen mit. Die Organisation fordert Konfliktparteien auf, Schulen und Hochschulen sowie Lernende und Lehrkräfte wirksamer zu schützen.

Die erfassten Angriffe ereigneten sich in bewaffneten Konflikten und lang anhaltenden Krisen. Sie zerstören oder beschädigen Gebäude, unterbrechen den Unterricht und versperren Kindern und Jugendlichen häufig für längere Zeit den Zugang zu Bildung. Lehrkräfte und Familien müssen unter unsicheren Bedingungen entscheiden, ob Unterricht überhaupt möglich ist. Nach Einschätzung der UNESCO verschärft sich die Lage, weil viele Konflikte komplexer werden und länger dauern.

Weltweit ist der Unterricht nach Angaben der Organisation für schätzungsweise 258 Millionen Kinder und Jugendliche durch Krisen beeinträchtigt. Rund 93 Millionen von ihnen besuchen keine Schule. In den 20 Ländern mit den schwersten Krisen leben demnach fast 80 Prozent aller Kinder, die krisenbedingt vom Schulbesuch ausgeschlossen sind. Besonders gefährdet sind geflüchtete Kinder, Binnenvertriebene und Kinder mit Behinderungen. Fehlender Unterricht bedeutet für sie oft auch, auf geregelte Mahlzeiten, Betreuung und einen geschützten Alltag verzichten zu müssen.

Die UNESCO ordnet die Entwicklung in eine allgemeine Verschlechterung des Kinderschutzes in Kriegen ein. Die Vereinten Nationen bestätigten 2025 insgesamt 38.558 schwere Verstöße gegen Kinderrechte in bewaffneten Konflikten. Betroffen waren 24.174 Kinder. Nach Darstellung der Organisation ist dies der höchste Wert seit Beginn des internationalen Überwachungsmandats. Die Statistik umfasst neben Angriffen auf Bildungseinrichtungen weitere schwere Verstöße und beschreibt damit das Umfeld, in dem Schulen zunehmend zu Zielen werden.

Im April 2026 verabschiedete der Exekutivrat der UNESCO einen vorbeugenden Aktionsplan zum Schutz von Bildung. Er soll Vorsorge, Reaktionen während akuter Krisen und den Wiederaufbau nach Gewalttaten miteinander verbinden. Die Organisation verlangt außerdem, dass Konfliktparteien ihre Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht einhalten, die Resolution 2601 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen umsetzen und die Erklärung für sichere Schulen beachten.

Nach eigenen Angaben unterstützt die UNESCO Bildungsangebote in mehr als 20 von Konflikten und Krisen betroffenen Ländern. Dazu gehören Schutzräume und Hilfen für Lehrkräfte in der Ukraine, psychosoziale Angebote für vertriebene Kinder im Libanon, provisorische Lernorte und digitale Angebote im Gazastreifen, Gemeindeschulen in Haiti sowie Frühwarnsysteme in Nigeria. Zum Aktionstag stellte die UNESCO am 9. September in Paris gemeinsam mit Katar und der Stiftung Education Above All die öffentliche Installation "The Crossing" vor.

Quellen

  • Franceinfo: Angriffe auf Schulen nahmen 2025 um 33 Prozent zu
  • UNESCO: Angriffe auf Schulen stiegen 2025 um 33 Prozent
  • UNESCO: Schutz von Bildung vor Angriffen
  • UNESCO: Internationaler Tag zum Schutz von Bildung vor Angriffen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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