Politik & Gesellschaft

Universität Bordeaux suspendiert Professor nach Vorfall im Unterricht

Ein Professor soll während einer Lehrveranstaltung pornografische Inhalte aufgerufen haben. Die Universität Bordeaux hat ihn vorläufig suspendiert und prüft den Vorfall.

Bordeaux – 30.09.2026: Die Universität Bordeaux hat einen Professor vorläufig suspendiert, nachdem dieser während einer Lehrveranstaltung Inhalte mit pornografischem Charakter aufgerufen haben soll. Die Hochschule bestätigte die Maßnahme am Mittwochabend in einer Mitteilung. Sie nehme die Angelegenheit sehr ernst und sei sich der Schwere des Vorfalls sowie des Schocks und Unbehagens bewusst, die er ausgelöst habe.

Nach Angaben von Franceinfo ereignete sich der Vorfall während eines laufenden Kurses. Nähere Informationen zum Ablauf, zum Fachbereich, zur Zahl der anwesenden Studierenden oder zur Identität des Professors veröffentlichte die Universität zunächst nicht. Ebenso blieb offen, ob die betreffenden Inhalte absichtlich aufgerufen wurden und wie lange sie zu sehen waren. Die bislang bekannten Angaben erlauben daher noch keine abschließende Beurteilung des Geschehens.

Die vorläufige Suspendierung ist eine dienstrechtliche Maßnahme, keine endgültige Feststellung eines Fehlverhaltens. Sie versetzt die Hochschule in die Lage, den Sachverhalt intern zu untersuchen und zugleich den Lehrbetrieb von der laufenden Prüfung zu trennen. Ob bereits ein förmliches Disziplinarverfahren eröffnet wurde, teilte die Universität am Mittwochabend nicht mit. Auch mögliche weitere Schritte nannte sie nicht.

Lehrveranstaltungen sind Arbeits- und Lernräume, in denen Beschäftigte gegenüber Studierenden eine besondere berufliche Verantwortung tragen. Die Reaktion der Hochschule richtet sich deshalb auch auf die Folgen für jene Menschen, die den Vorfall miterlebt haben. Aus der Mitteilung ging allerdings nicht hervor, ob ihnen Beratungs- oder Unterstützungsangebote gemacht wurden.

Die Universität Bordeaux informiert auf ihren Internetseiten allgemein über Anlaufstellen und Meldeverfahren bei Gewalt, Diskriminierung, Belästigung und anderen Übergriffen. Solche Strukturen ermöglichen es Hochschulangehörigen, belastende Vorfälle zu melden und Unterstützung zu erhalten. Welche internen Stellen mit diesem konkreten Fall befasst sind, wurde nicht bekannt gegeben. Ebenso fehlen bislang Angaben dazu, ob Studierende oder andere Anwesende bereits angehört wurden.

Unklar ist zudem, wie die betroffene Lehrveranstaltung fortgesetzt wird. Die Hochschule äußerte sich weder zu einer Vertretung noch zu möglichen Änderungen des Stundenplans. Für Studierende kann eine Suspendierung kurzfristig organisatorische Folgen haben, insbesondere wenn ein Kurs an Prüfungen, Anwesenheitspflichten oder feste Lehrpläne gebunden ist.

Der Vorfall betrifft die Universität Bordeaux und nicht die eigenständige Universität Bordeaux Montaigne. Die öffentliche Stellungnahme beschränkt sich bislang auf die vorläufige Suspendierung und die Belastung, die das Geschehen nach Einschätzung der Hochschulleitung ausgelöst hat. Eine abschließende dienstrechtliche Entscheidung liegt noch nicht vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • Universität Bordeaux

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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