Wirtschaft

Unternehmensverband fordert besseren Schutz für Geschäfte

Nach den Ausschreitungen vom 17. Oktober verlangt der Verband U2P wirksameren Schutz für Geschäfte und Unterstützung für betroffene Betriebe. Präsident Michel Picon warnt vor den wirtschaftlichen Folgen weiterer Gewalt.

Paris – 21.10.2026: Nach den Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten hat Michel Picon, Präsident des französischen Unternehmensverbands U2P, einen besseren Schutz für Geschäfte verlangt. Die betroffenen Unternehmer könnten keinen weiteren Tag mit Plünderungen, Sachbeschädigungen und der Angst um Beschäftigte oder Kunden hinnehmen, sagte Picon am Mittwoch dem Sender franceinfo.

Die U2P vertritt Handwerksbetriebe, lokale Handelsunternehmen und Freiberufler. Ihre Branchenverbände erfassen derzeit das Ausmaß der Schäden, die im Zusammenhang mit der Mobilisierung vom 17. Oktober entstanden sind. Picon kündigte an, von der Regierung umfassende Unterstützung für die Geschädigten zu verlangen. Neben der Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung gehe es um materielle Hilfe für Betriebe, deren Geschäft durch Verwüstungen oder anhaltende Sicherheitsrisiken beeinträchtigt werde.

Die landesweiten Proteste vom Samstag richteten sich gegen Kaufkraftverluste und steigende Lebenshaltungskosten. Nach Angaben des Innenministeriums beteiligten sich rund 550.000 Menschen, die Organisatoren sprachen von etwa 800.000 Teilnehmern. In zahlreichen Städten verliefen die Demonstrationen friedlich. Zugleich kam es unter anderem in Paris, Lyon und Marseille zu Plünderungen, Bränden und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.

Vorläufigen Bilanzen zufolge wurden rund 1.200 Menschen festgenommen; etwa 150 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt. Die Angaben beziehen sich auf den gesamten Einsatz und sagen nichts über die strafrechtliche Verantwortung einzelner Beteiligter aus. Polizei und Justiz müssen zwischen friedlichen Demonstranten, mutmaßlichen Gewalttätern und Verdächtigen anderer Delikte unterscheiden. Für die betroffenen Geschäftsleute ersetzt diese notwendige Differenzierung jedoch keinen wirksamen Schutz ihrer Läden.

Picon hatte bereits am 19. Oktober ein härteres Vorgehen gegen Gewalttäter gefordert. Nun hebt er die wirtschaftliche Verwundbarkeit kleiner Betriebe hervor. Viele inhabergeführte Geschäfte verfügen im Gegensatz zu großen Handelsketten nur über geringe finanzielle Reserven. Zerstörte Schaufenster, gestohlene Waren oder mehrere Tage ohne Kundenverkehr können deshalb rasch die Zahlungsfähigkeit gefährden.

Die Regierung muss das Demonstrationsrecht gewährleisten und zugleich Menschen und Eigentum schützen. Bei großen sozialen Protesten stehen Frankreichs Sicherheitskräfte regelmäßig vor der schwierigen Aufgabe, friedliche Kundgebungen zu ermöglichen und gewaltsame Gruppen abzuwehren. Am 17. Oktober wurde die Lage zusätzlich unübersichtlich, weil es teilweise abseits der Demonstrationszüge zu Plünderungen kam.

Für die Unternehmen kommt es nun auf eine zügige Schadensregulierung an. Die U2P will die Verluste nach Berufsgruppen erfassen und daraus Forderungen an die Regierung ableiten. Picon erwartet vom Staat, die Sicherheit in den Geschäftsvierteln zu gewährleisten und den betroffenen Betrieben die Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu erleichtern.

Quellen

  • franceinfo
  • Union des entreprises de proximité
  • Le Monde
  • Linternaute

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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