Gesundheit

Unterwegs mit einem Krankenpfleger in der medizinisch unterversorgten Dordogne

Eine France-2-Reportage begleitet den freiberuflichen Krankenpfleger Dominique Cura zwei Tage lang durch die Dordogne. Sie schildert lange Fahrten, enge Patientenbindungen und die Folgen des Ärztemangels auf dem Land.

Mazeyrolles – 18.09.2026: Zwei Tage lang hat ein Team von France Télévisions den freiberuflichen Krankenpfleger Dominique Cura auf seiner Tour durch den Süden der Dordogne begleitet. Die Reportage, die am 17. September im Abendprogramm von France 2 ausgestrahlt wurde, führt in eine ländliche Region, in der ärztliche Hilfe für viele Menschen nur mit langen Wegen und Wartezeiten erreichbar ist.

Cura arbeitet in Mazeyrolles und steht dem Verband der Nationalen Föderation der Krankenpfleger im Département vor. Der 17-minütige Beitrag schildert einen Beruf, dessen Anforderungen sich auf dem Land wesentlich aus den Entfernungen ergeben: Zwischen den Hausbesuchen liegen viele Kilometer, die Patientinnen und Patienten wohnen weit verstreut. Zugleich begleitet Cura manche von ihnen über längere Zeit und kennt ihre gesundheitliche und häusliche Situation.

Diese Kontinuität gewinnt dort an Gewicht, wo Hausarztpraxen fehlen oder schwer erreichbar sind. Freiberufliche Pflegekräfte führen verordnete Behandlungen aus, beobachten den Gesundheitszustand ihrer Patienten und geben Veränderungen an weitere Beteiligte des Versorgungssystems weiter. Ihre regelmäßigen Besuche können Versorgungsprobleme früh sichtbar machen. Eine ärztliche Diagnose oder Behandlung ersetzen sie jedoch nicht.

Der Beitrag aus der Dordogne beschreibt damit eine landesweite Schwierigkeit. In einer Senatsdebatte am 11. Juni bezifferte Gesundheitsministerin Stéphanie Rist die Zahl der Menschen in Frankreich ohne festen Hausarzt auf sechs Millionen. Die Regierung verwies auf mehr Medizinstudierende, zusätzliche Niederlassungen von Allgemeinärzten und den Ausbau multiprofessioneller Gesundheitszentren, in denen verschiedene Gesundheitsberufe zusammenarbeiten.

Politisch umstritten bleibt, ob und wie die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten stärker gesteuert werden soll. Im Parlament wurden Vorgaben für neue Praxen, eine breitere Beteiligung am ärztlichen Bereitschaftsdienst sowie örtliche Gremien zur Planung der medizinischen Versorgung erörtert. Kritiker solcher Steuerungsmodelle wenden ein, eine andere Verteilung des vorhandenen Personals könne den allgemeinen Mangel nicht beheben. Befürworter halten dagegen, dass die freie Standortwahl die Unterschiede zwischen gut versorgten Städten und ländlichen Gebieten verfestige.

Für Cura und seine Patienten ist diese Auseinandersetzung tägliche Praxis. Jeder zusätzliche Weg verkürzt die Zeit, die für Pflege und Gespräche bleibt. Fällt eine Praxis weg oder nimmt keine neuen Patienten mehr auf, steigt zugleich der Bedarf an Abstimmung mit anderen Stellen. Die Reportage zeigt diese Arbeit ohne den Pflegedienst zur Ersatzarztpraxis zu erklären: Cura sorgt für verlässliche Betreuung in den Häusern, während die ärztliche Infrastruktur der Region Lücken aufweist.

Quellen

  • Franceinfo
  • Nationale Föderation der Krankenpfleger
  • Französischer Senat

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels