Wirtschaft

Urlaubsrückreise: Schnellladen schmälert den Kostenvorteil des Elektroautos

Ein Vergleich von France Télévisions auf der Strecke vom Var in die Normandie zeigt: Zu Hause geladener Strom ist deutlich günstiger als Benzin. An Schnellladesäulen auf der Autobahn kann der Preisvorteil jedoch weitgehend schwinden.

Paris – 20.08.2026: Auf Frankreichs Rückreiserouten geraten neben Staus und Mautgebühren auch die Energiekosten in den Blick. France Télévisions hat für eine Fahrt vom Département Var in die Normandie ein Elektroauto mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor verglichen. Gegenübergestellt wurden die laufenden Kosten dieser Reise, nicht Anschaffung, Wartung oder Wertverlust der Fahrzeuge.

Das Ergebnis hängt vor allem davon ab, wo der Strom geladen wird. Am heimischen Anschluss fährt ein Elektroauto gewöhnlich erheblich günstiger als ein vergleichbarer Benziner oder Diesel. EDF veranschlagt für 100 Kilometer mit einem Elektroauto der Kompaktklasse bei einem speziellen Nachtstromtarif etwa 2 bis 3,40 Euro. Für einen vergleichbaren Benziner nennt der Energieversorger rund 9,90 Euro.

Auf langen Urlaubsfahrten verändert sich die Rechnung. Wer an leistungsstarken öffentlichen Säulen nachladen muss, zahlt meist deutlich mehr als zu Hause. Der Preis richtet sich nach Betreiber, Ladeleistung, Vertrag und möglicher Kundenkarte. Hinzu können unterschiedliche Abrechnungsmodelle kommen. Nach Angaben von EDF können die Energiekosten beim Schnellladen auf der Autobahn daher annähernd das Niveau eines Verbrenners erreichen.

Auch dessen Reisekosten lassen sich nicht mit einem einzigen Wert beziffern. Der staatliche Kraftstoffpreisdienst erfasst die Tarife der Tankstellen fortlaufend; größere Anbieter müssen Änderungen melden. Entlang einer Strecke können die Unterschiede beträchtlich sein. Das französische Umweltministerium veröffentlicht zudem wöchentliche Durchschnittspreise für die wichtigsten Kraftstoffarten im Mutterland ohne Korsika.

Für einen aussagekräftigen Vergleich genügen Liter- und Kilowattstundenpreis allein nicht. Verbrauch, Geschwindigkeit, Beladung, Klimaanlage, Außentemperatur und Streckenprofil beeinflussen die Bilanz. Bei hohem Autobahntempo steigt der Energiebedarf vieler Elektroautos. Zugleich benötigt ein sparsamer Benziner oder Diesel erheblich weniger Kraftstoff als ein schwereres Modell derselben Antriebsart.

Die Umweltagentur ADEME beurteilt Elektroautos über ihre gesamte Nutzungsdauer als wirtschaftlich vorteilhaft, sofern sie überwiegend zu Hause geladen werden und ihre Batterie angemessen dimensioniert ist. Für einzelne Fernfahrten mit mehreren Schnellladevorgängen fällt der Abstand kleiner aus. Die Behörde verweist zugleich darauf, dass die Gesamtbilanz weit über eine Urlaubsfahrt hinausreicht und von Fahrzeugklasse sowie Nutzung abhängt.

Für die Rückreise aus dem Urlaub lohnt es sich deshalb, Ladetarife und Zugangsbedingungen vor der Abfahrt zu prüfen. Am günstigsten bleibt die Fahrt, wenn die Batterie bereits zu Hause geladen wurde und unterwegs nur wenig Strom benötigt wird. Der Vergleich zwischen Var und Normandie bildet die Kosten der eingesetzten Fahrzeuge, Tarife und konkreten Ladeplanung ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • France Télévisions
  • Ministerium für ökologischen Wandel
  • Prix-Carburants.gouv.fr
  • EDF
  • ADEME

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels