Berlin – 26.07.2026: Nach dem tödlichen Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Day ist der mutmaßliche Täter bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der 21-Jährige soll am Abend des 25. Juli mit einem Transporter in eine Menschengruppe nahe dem Veranstaltungsgebiet gefahren sein. Ein Mensch wurde getötet, 29 weitere wurden verletzt.
Die Polizei spürte den Verdächtigen am Sonntagabend nach einer fast 24-stündigen Fahndung in einem westlichen Außenbezirk Berlins auf. Nach Darstellung der Einsatzkräfte kam es beim Zugriff zu einer Konfrontation. Der Mann sei mit einer Stichwaffe auf Polizisten zugegangen, woraufhin Beamte geschossen hätten. Der Tatverdächtige starb noch am Einsatzort. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs werden gesondert untersucht.
Der Angriff ereignete sich im Tiergarten, unweit der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen fuhr der Transporter in eine Gruppe von Menschen und prallte anschließend gegen einen Baum. Mehrere Verletzte sollen zusätzlich Schnitt- oder Stichverletzungen erlitten haben. Ob der Fahrer sie selbst zufügte und wie der genaue Ablauf war, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Feierlichkeiten wurden nach dem Angriff abgebrochen.
Berlins Polizei hatte öffentlich nach dem Mann gesucht und davor gewarnt, sich ihm eigenständig zu nähern. Den bisherigen Angaben zufolge war er den Sicherheitsbehörden bekannt und wurde der islamistischen Szene der Hauptstadt zugerechnet. Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen das Motiv, die Vorbereitung der Tat und mögliche Verbindungen zu extremistischen Netzwerken. Auch eine Beteiligung weiterer Personen wird untersucht.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Angriff nach Medienberichten als mutmaßlich islamistisch motivierte Terrortat. Diese Einschätzung beruht auf den bislang vorliegenden Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden; eine abschließende Bewertung steht noch aus. Das Fahrzeug, digitale Spuren und Zeugenaussagen sollen weitere Hinweise auf Planung und Beweggründe liefern.
Der Berliner Christopher Street Day gehört zu den größten Pride-Veranstaltungen Europas. Hunderttausende Menschen waren am 25. Juli in die Hauptstadt gekommen, um für die Rechte und die gesellschaftliche Gleichstellung queerer Menschen zu demonstrieren. Der Angriff traf Besucher am Rand des offiziellen Veranstaltungsprogramms und löste einen umfangreichen Rettungs- und Polizeieinsatz aus.
Die Behörden veröffentlichten zunächst weder die Identität des getöteten Opfers noch nähere Angaben zum Gesundheitszustand der Verletzten. Parallel zu den strafrechtlichen Ermittlungen wird geprüft, ob das Vorgehen der eingesetzten Beamten beim tödlichen Zugriff rechtmäßig war.
Quellen
- Associated Press
- Polizei Berlin
- Tagesschau
- El País
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).