Umwelt

Vermisster nach Unwetter auf Korsika tot geborgen

Ein 65 Jahre alter Mann ist nach den schweren Regenfällen auf Korsika tot gefunden worden. Sein Geländewagen war bei Ghisonaccia vom angeschwollenen Fiumorbo mitgerissen worden.

Ghisonaccia – 21.10.2026: Nach den schweren Regenfällen auf Korsika haben Einsatzkräfte einen seit Dienstag vermissten Mann tot geborgen. Der 65-Jährige wurde in der Nacht zum Mittwoch einige hundert Meter flussabwärts von seinem Geländewagen gefunden, wie die Präfektur der Haute-Corse mitteilte. Das Fahrzeug war bei Ghisonaccia im Gebiet von Inzecca vom angeschwollenen Fiumorbo mitgerissen worden.

Nach Angaben der Behörden saßen zwei Menschen in dem Geländewagen. Einer Person gelang es, das Fahrzeug durch ein Fenster zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Der zweite Insasse wurde von der Strömung fortgerissen. Die Suche nach ihm begann am Dienstag um 14.25 Uhr und dauerte bis in die Nacht. Rettungskräfte entdeckten den Leichnam schließlich in der Nähe des ebenfalls abgetriebenen Fahrzeugs.

Die Präfektin der Haute-Corse, Véronique Deprez-Boudier, bestätigte den Todesfall am Mittwochmorgen. Zu den näheren Umständen des Unglücks und möglichen Ermittlungen machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben. Nach dem bislang veröffentlichten Stand handelt es sich um das erste bestätigte Todesopfer der Unwetter auf Korsika.

Ein außergewöhnlich heftiges Mittelmeertief hatte am Dienstag vor allem die Ostküste der Insel getroffen. Starke Niederschläge ließen Flüsse und kleinere Zuflüsse innerhalb kurzer Zeit anschwellen. In der östlichen Ebene kam es zu Überschwemmungen und Gewittern. Gerade an Wasserläufen kann sich die Lage bei solchen Regenfällen unvermittelt verschärfen: Pegel steigen rasch, Straßen werden überspült und Fahrzeuge können bereits bei vergleichsweise geringer Wassertiefe die Bodenhaftung verlieren.

Die Behörden leiteten während der heftigsten Phase mehrere Schutzmaßnahmen ein. In Prunelli-di-Fiumorbo wurden Bewohner eines Pflegeheims vorsorglich an einen sicheren Ort gebracht. Einsatzkräfte unterstützten zudem Menschen, die wegen überfluteter Straßen oder steigender Wasserstände festsaßen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, unnötige Fahrten zu vermeiden, Abstand zu Flüssen zu halten und keinesfalls über überschwemmte Straßen zu fahren.

Am Mittwoch galt in der Haute-Corse weiterhin eine erhöhte Wetter- und Hochwasserwarnung, wenn auch auf einer niedrigeren Stufe als am Vortag. Météo-France verwies noch auf Gefahren durch Wind, Gewitter und Hochwasser. Solche Warnstufen beschreiben nicht allein die Stärke des Niederschlags, sondern auch seine möglichen Folgen für Verkehr, Siedlungen und Gewässer.

Die Bergung bei Ghisonaccia beendete eine stundenlange Suche in schwierigem Gelände. Der Mann wurde in jenem Flussabschnitt gefunden, in den die Wassermassen am Dienstag auch den Geländewagen gerissen hatten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur der Haute-Corse über AFP
  • Météo-France
  • Corse Net Infos

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels