Toulouse – 13.10.2026: An der Mautstelle Toulouse-Sud endete in der Nacht zum 9. Oktober eine mehrmonatige Ermittlung mit dem Zugriff auf zwei mutmaßlich für Drogentransporte eingesetzte Fahrzeuge. In einem der Wagen fanden Ermittler 39 Pakete Kokain mit einem Gesamtgewicht von 39 Kilogramm. Vier Männer im Alter von 27, 28, 37 und 38 Jahren wurden festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Toulouse stoppten die Beamten zunächst das erste Fahrzeug und nahmen Fahrer und Beifahrer fest. Der Fahrer des zweiten Wagens soll versucht haben zu fliehen und dabei absichtlich zwei Polizeifahrzeuge gerammt haben. Auch er wurde schließlich festgenommen. Die strafrechtlichen Vorwürfe werden nun im Rahmen eines gerichtlichen Ermittlungsverfahrens geprüft.
Das Kokain lag laut Staatsanwaltschaft in zwei aufwendig konstruierten Verstecken unter den vorderen Sitzen, jeweils im Bereich von Fahrer und Beifahrer. Den Verkaufswert der sichergestellten Menge beziffert die Behörde auf mehr als zwei Millionen Euro. Bei dem Einsatz wurde die Polizei von der auf schwere und organisierte Kriminalität spezialisierten Brigade de recherche et d'intervention unterstützt.
Ein vierter Beschuldigter geriet bei der Durchsuchung seiner Wohnung in den Fokus. Dort fanden die Beamten nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine genehmigungspflichtige Faustfeuerwaffe, drei Magazine, Munition im Kaliber neun Millimeter, einen Schalldämpfer und etwa 6.500 Euro Bargeld. Außerdem stellten sie rund 40 Gramm Kokain sowie Material sicher, das zum Portionieren von Drogen verwendet werden kann.
Die Ermittler vermuten eine Lieferstruktur zwischen Spanien und Toulouse. Beobachtungen und die Auswertung von Standortdaten mehrerer Fahrzeuge und Mobiltelefone sollen den Verdacht erhärtet haben. Am 2. Juni nahmen die Behörden die Ermittlungen auf, am 28. September wurde ein gerichtliches Untersuchungsverfahren eröffnet. Der Zugriff auf die Fahrzeuge erfolgte am 8. Oktober.
Die im Verfahren genannte Schätzung von fast einer Tonne Kokain bezieht sich nicht auf eine einzelne Lieferung. Sie bezeichnet vielmehr jene Gesamtmenge, die nach Einschätzung der Ermittler zwischen Dezember 2025 und Oktober 2026 nach Toulouse gelangt sein könnte. Grundlage der Hochrechnung sind demnach die erfassten Fahrten und die Größe der Verstecke. Die Zahl ist bislang eine Annahme der Ermittlungsbehörden und muss im weiteren Verfahren überprüft werden.
Während des Polizeigewahrsams machten die vier Männer laut Staatsanwaltschaft keine Angaben. Drei von ihnen seien der Justiz bereits bekannt, zwei seien früher wegen Drogendelikten verurteilt worden. Ein Untersuchungsrichter leitete am 12. Oktober förmlich Ermittlungen gegen alle vier Beschuldigten ein; anschließend wurde Untersuchungshaft angeordnet.
Quellen
- Franceinfo
- La Dépêche du Midi
- Staatsanwaltschaft Toulouse
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).