Umwelt

Wald von Fontainebleau wieder zu 80 Prozent geöffnet

Nach den schweren Bränden im Juli sind weite Teile des Waldes von Fontainebleau wieder zugänglich. Rund 4.000 Hektar bleiben wegen Glutnestern und instabiler Bäume gesperrt.

Fontainebleau – 22.08.2026: Einen Monat nach den schweren Waldbränden im Département Seine-et-Marne ist der Wald von Fontainebleau seit Samstag wieder zu rund 80 Prozent für die Öffentlichkeit zugänglich. Wanderer, Kletterer und Ausflügler dürfen damit erneut große Teile des weitläufigen Waldgebiets südöstlich von Paris betreten. Die Präfektur hatte die teilweise Öffnung am Freitag angekündigt; für besonders gefährdete Flächen gelten die Sperren fort.

Betroffen ist ein Gebiet von insgesamt etwa 4.000 Hektar. Rund 2.000 Hektar davon wurden nach Angaben der Behörden unmittelbar von den Bränden im Juli erfasst. Weitere 2.000 Hektar bilden eine Sicherheitszone um die geschädigten Flächen. Feuerwehrkräfte suchen dort weiterhin täglich nach Glutnestern und löschen sie. Dass die Flammen erloschen sind, bedeutet im trockenen Waldboden nicht zwangsläufig, dass jede Brandgefahr gebannt ist.

Ein weiteres Risiko geht von Bäumen aus, die durch Feuer, Hitze und Trockenheit geschwächt wurden. Das Office national des forêts warnt davor, dass Stämme oder Äste unvermittelt umstürzen können. Besucher sollen deshalb ausschließlich freigegebene und markierte Wege benutzen. Rauchen und Grillen bleiben im Wald verboten. Die Behörden wollen verhindern, dass Funken oder achtlos weggeworfene Glut erneut die trockene Vegetation entzünden.

Die Feuer hatten Mitte Juli im südlichen Teil von Seine-et-Marne mehr als 2.000 Hektar Wald erfasst. Anschließend war das gesamte Waldgebiet für Besucher geschlossen worden. Anfang August verlängerte die Präfektur die Zugangsbeschränkungen wegen der anhaltenden Trockenheit und hoher Temperaturen für die Wälder von Fontainebleau, Trois-Pignons, La Commanderie, Nanteau-Poligny und Nemours. Erst die jüngste Beruhigung der Wetterlage erlaubte eine vorsichtige Lockerung.

Benoît Kaplan, beigeordneter Präfekt für Chancengleichheit in Seine-et-Marne, sagte bei einem Pressetermin im Wald, vier Fünftel des Massivs könnten wieder unter sicheren Bedingungen zugänglich gemacht werden. Die verbleibenden Sperrzonen sind im Gelände abgegrenzt. Dort dauern Löscharbeiten und Kontrollen an; eine vollständige Öffnung haben die Behörden bislang nicht angekündigt.

Der Staatswald von Fontainebleau umfasst mehr als 22.000 Hektar und gehört nach Angaben der französischen Forstverwaltung mit jährlich mehr als zehn Millionen Besuchen zu den meistfrequentierten Waldgebieten des Landes. Seine Felslandschaften ziehen besonders viele Kletterer an, zugleich ist das Massiv ein wichtiges Naherholungsgebiet für den Großraum Paris. Die Öffnung gibt auch örtlichen Betrieben einen Teil ihres Publikums zurück. In den brandgeschädigten Sektoren bleiben jedoch rund 4.000 Hektar aus Sicherheitsgründen unzugänglich.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Seine-et-Marne
  • Office national des forêts
  • AFP

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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