Castelnaudary – 22.08.2026: Ein heftiges Gewitter hat in der Nacht zum 21. August Castelnaudary und weitere Orte im Département Aude getroffen. Starkregen und Windböen fegten über Straßen, Terrassen und Veranstaltungsflächen. In der Innenstadt musste das Cassoulet-Fest unterbrochen werden, nachdem sich die Wetterlage binnen kurzer Zeit verschärft hatte. Hunderte Besucher brachten sich vor dem Unwetter in Sicherheit.
Nach Angaben des lokalen Senders Pyrénées FM wurden etwa 700 Menschen in zwei Hallen untergebracht. Rettungskräfte versorgten rund 20 Personen wegen Unterkühlung; sie mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Frau erlitt jedoch eine Beinverletzung, als sie von einem herabstürzenden Ast getroffen wurde. Sie kam in das Universitätsklinikum Purpan in Toulouse. Ihr Zustand wurde als relativ dringlich eingestuft.
Die Feuerwehr des Départements registrierte nach dem Gewitter etwa 60 Einsätze. Die Schwerpunkte lagen in Castelnaudary, Salles-sur-l'Hers und Belpech. Einsatzkräfte räumten umgestürzte Bäume und Pfosten von den Fahrbahnen. Auf mehreren Départementstraßen kam es zudem zu Erdrutschen. Die Straßendienste wurden hinzugezogen, um betroffene Abschnitte zu sichern und Hindernisse zu beseitigen.
Drei Verkehrsunfälle standen den vorliegenden Angaben zufolge ebenfalls im Zusammenhang mit dem Unwetter. Rund 20 Einsatzfahrzeuge waren unterwegs, darunter Rettungswagen sowie Löschfahrzeuge, die auch bei Vegetationsbränden eingesetzt werden können. Die Folgen beschränkten sich damit nicht auf das Festgelände: Das Gewitter beeinträchtigte den Straßenverkehr und beschädigte örtliche Infrastruktur in mehreren Gemeinden.
Météo-France hatte am 21. August auf wiederholte Gewitterzüge über Teilen Südfrankreichs hingewiesen. Am Morgen erstreckte sich die Gewittertätigkeit nach Angaben des nationalen Wetterdienstes von Midi-Pyrénées und Aquitanien bis in den Osten des Landes. Nach dem Durchzug der stärksten Schauer und Böen beruhigte sich die Lage schrittweise.
Für den 22. August sagte Météo-France landesweit ruhigeres Wetter voraus. Im Süden sollte sich überwiegend die Sonne durchsetzen, während an den Pyrenäen noch einzelne Schauer möglich waren. In Castelnaudary kontrollierten Einsatzkräfte nach der Unwetternacht weiterhin Verkehrswege und beseitigten Gefahren durch beschädigte Bäume und instabile Gegenstände.
Das Cassoulet-Fest gehört zu den großen sommerlichen Veranstaltungen der Stadt und zieht seine Besucher in die Straßen und auf die Plätze des Zentrums. Gerade diese offene Struktur machte eine rasche Unterbrechung erforderlich. Die Unterbringung von rund 700 Menschen in zwei Hallen bildete den größten einzelnen Teil des nächtlichen Einsatzes.
Quellen
- Franceinfo
- Pyrénées FM
- Météo-France
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