Puilaurens – 06.09.2026: Ein Waldbrand bei Puilaurens im südfranzösischen Département Aude hat nach dem jüngsten bestätigten Stand 225 Hektar Vegetation erfasst. Rund 350 Feuerwehrleute mit etwa 100 Fahrzeugen waren am Samstag, dem 5. September, im Einsatz. Das Feuer war am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr ausgebrochen und am Samstag noch nicht vollständig unter Kontrolle. Hohe Temperaturen, Wind und das schwer zugängliche Gelände erschwerten die Löscharbeiten.
Am Boden wurden die Einsatzkräfte durch umfangreiche Luftunterstützung verstärkt. Nach Angaben der Präfektur Aude warfen sieben Löschflugzeuge des Typs Canadair, zwei Dash-Flugzeuge und ein Hubschrauber am Freitagabend rund 60 Ladungen Wasser über dem Brandgebiet ab. Der schnelle Einsatz habe verhindert, dass die Flammen auf mehrere Hundert weitere Hektar übergriffen. Dennoch wuchs die betroffene Fläche vom Freitagabend bis zum folgenden Tag von 150 auf 225 Hektar.
Das Feuer breitete sich in einem bewaldeten, steilen Gebiet nahe Puilaurens im oberen Aude-Tal aus. Die Gemeinde liegt südlich von Carcassonne am Rand der Pyrenäen. Wegen der Topografie können Löschfahrzeuge manche Brandherde nur schwer erreichen. Luftaufklärung hilft den Einsatzleitungen deshalb, die Ausbreitung zu verfolgen, Glutnester zu finden und besonders gefährdete Abschnitte zu sichern. Auch nach dem Zurückdrängen offener Flammen kann sich Feuer in trockener Vegetation oder im Waldboden halten und erneut aufflammen.
Vorsorglich ließen die Behörden das mittelalterliche Schloss Puilaurens räumen. Auch etwa 30 Einwohner mussten ihre Häuser zeitweise verlassen. Die auf einem Felsvorsprung gelegene Festung gehört zu einer Gruppe historischer Anlagen des Languedoc, die Ende Juli 2026 als serielle Welterbestätte anerkannt wurde. Nach den vorliegenden Angaben wurden weder Anwohner verletzt noch Wohnhäuser beschädigt.
Zwei Feuerwehrleute erlitten bei dem Einsatz am Freitag leichte Verletzungen. Die Präfektur und der Feuerwehr– und Rettungsdienst des Départements konzentrierten sich darauf, die weitere Ausbreitung zu verhindern, die Bevölkerung zu schützen und die Zufahrten für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Die Behörden forderten Schaulustige und Ausflügler auf, das Gebiet zu meiden und den Anweisungen der Rettungskräfte zu folgen.
Der jüngste verlässlich dokumentierte Einsatzstand stammt vom Samstagabend. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die Feuerwehrleute weiterhin an den Rändern der Brandfläche und suchten nach Glutnestern. Eine offizielle Mitteilung, wonach der Waldbrand inzwischen vollständig unter Kontrolle oder gelöscht sei, lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- Agence France-Presse
- Präfektur Aude
- Pyrénées FM
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).