Aktuell · 21.07.2026 12:15
Waldbrand bei Taradeau: Bewohner ziehen nach der Katastrophe Bilanz
Nach dem inzwischen unter Kontrolle gebrachten Waldbrand zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens im Var werden die Schäden sichtbar. Vier Wohnhäuser wurden zerstört, zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen.
Taradeau – 21.07.2026: Nach dem Waldbrand zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens im Departement Var beginnen Anwohnerinnen und Anwohner, das Ausmaß der Zerstörung zu erfassen. Das Feuer, das am Sonntag, 19. Juli, ausbrach, ist inzwischen unter Kontrolle. Für mehrere Familien bleibt jedoch nur der Blick auf zerstörte Häuser, ausgebrannte Fahrzeuge und verbrannte Vegetation.
Nach dem zuletzt veröffentlichten Lagebild der Behörden breitete sich der Brand nach seinem Ausbruch am Nachmittag des 19. Juli rasch aus. Er erfasste rund 200 Hektar Gelände. Starker Wind, hohe Temperaturen und sehr trockene Vegetation hatten den Einsatz der Feuerwehr erheblich erschwert. Die Flammen bedrohten vor allem verstreut liegende Wohnhäuser am Rand von Wald- und Buschflächen.
Vier Häuser wurden vollständig zerstört, sechs weitere Gebäude beschädigt. Außerdem wurden 15 Fahrzeuge von den Flammen erfasst. Zwischen 120 und 150 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser vorsorglich verlassen. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Angaben über die Ursache des Brandes lagen zunächst nicht vor.
Zeitweise waren nach Behördenangaben bis zu 615 Feuerwehrleute im Einsatz. Am Montag, 20. Juli, blieb das Feuer zunächst ohne weitere Ausbreitung. Am Abend meldete die Präfektur des Var, dass der Brand festgesetzt sei. Dies bedeutet, dass sich die Feuerfront nicht mehr ausdehnt; vollständig gelöscht ist ein Waldbrand damit jedoch noch nicht automatisch.
Am Dienstag setzen die Einsatzkräfte ihre Arbeit in dem betroffenen Gebiet fort. Sie kontrollieren Glutnester, sichern besonders gefährdete Abschnitte und sollen ein erneutes Aufflammen verhindern. Die Feuerwehr bleibt wegen der trockenen Bedingungen und der hohen Waldbrandgefahr im Departement in erhöhter Bereitschaft.
Für die Betroffenen beginnt parallel eine schwierige Phase. Sie müssen prüfen, ob ihre Häuser betreten werden können, persönliche Gegenstände bergen und Schäden bei Versicherungen melden. Kommunen und Behörden organisieren die Begleitung der Evakuierten. Die genaue Zahl der dauerhaft unbewohnbaren Gebäude kann sich nach technischen Untersuchungen noch verändern.
Der Brand von Taradeau und Les Arcs-sur-Argens zeigt erneut, wie schnell sich Feuer im Sommer im Hinterland des Var entwickeln können. Die Präfektur ruft dazu auf, die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten und Anweisungen der Rettungskräfte zu beachten. Auch nach der Stabilisierung des Brandes bleibt die Lage wegen möglicher Glutnester und weiterer Brandgefahr angespannt.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Var
- Service departemental d'incendie et de secours des Var