Eupen – 16.08.2026: Im belgischen Naturraum Hohes Venn kämpfen Einsatzkräfte seit Freitagabend gegen einen außergewöhnlich großen Vegetationsbrand. Nach einem Bericht von Franceinfo waren bis Sonntagnachmittag rund 3.000 Hektar betroffen. Das Feuer war am 14. August nahe Baelen ausgebrochen, östlich von Lüttich und unweit der Grenzen zu Deutschland und Luxemburg.
Mehrere Dörfer wurden vorsorglich geräumt. Welche Orte betroffen waren und wie viele Menschen ihre Häuser verlassen mussten, blieb zunächst offen. Rauch und Brandgeruch waren nach Angaben von Franceinfo auch auf französischer Seite wahrnehmbar. Die Behörden forderten Bewohner und Besucher auf, das Einsatzgebiet weiträumig zu meiden und amtliche Hinweise zu beachten.
Mehr als hundert Feuerwehrleute lösten einander bei der Brandbekämpfung ab. Unterstützung kam aus anderen Teilen Belgiens sowie aus Deutschland und Luxemburg. Auch die belgische Armee und Landwirte beteiligten sich an dem Einsatz. Löschwasser wurde unter anderem aus den Talsperren von Eupen und Gileppe entnommen; zusätzliche Hilfe aus der Luft sollte die Arbeiten am Boden ergänzen.
Das Gelände erschwert den Einsatz erheblich. Das Feuer bewegt sich durch eine Landschaft aus Mooren, Heideflächen und Wald, von denen viele Bereiche für schwere Fahrzeuge kaum zugänglich sind. Wind und trockene Vegetation können zudem dazu führen, dass sich die Flammen rasch ausbreiten oder ihre Richtung ändern. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich insbesondere auf die Brandfront in Richtung der deutschen Grenze und auf den Schutz gefährdeter Siedlungen.
Der wallonische Umweltservice hatte die betroffene Fläche am Samstag noch mit rund 850 Hektar angegeben. Die spätere Schätzung von rund 3.000 Hektar stammt aus der aktuellen Berichterstattung von Franceinfo und kann sich mit neuen Lagebildern ändern. Eine genaue Vermessung ist während der laufenden Löscharbeiten kaum möglich. Die unterschiedlichen Angaben bilden daher vor allem verschiedene Zeitpunkte der Brandentwicklung ab.
In Gebieten mit starker Rauchentwicklung sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Straßen und Wege im Hohen Venn waren teilweise gesperrt, damit Feuerwehr und Rettungsdienste ungehindert passieren konnten. Der Notruf 112 sollte nur bei akuter Gefahr oder beim Entdecken eines neuen Brandherdes gewählt werden.
Zur Ursache des Feuers lagen am Sonntag keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der Service public de Wallonie verwies lediglich allgemein darauf, dass Vegetationsbrände häufig durch menschliche Unvorsichtigkeit entstehen können. Für den aktuellen Brand ist damit keine Ursache festgestellt; belastbare Ermittlungen dürften erst möglich sein, sobald die betroffenen Flächen sicher zugänglich sind.
Quellen
- Franceinfo
- Service public de Wallonie – Environnement
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).