Las Peñas de Riglos – 16.08.2026: Der Waldbrand in den Peñas de Riglos in der nordspanischen Provinz Huesca hat nach jüngsten Schätzungen rund 16.000 Hektar erfasst. Nach einer erfolgreichen Arbeitsnacht meldete die Regionalregierung Aragóns am Sonntag, dass die Einsatzkräfte große Teile des Brandgebiets gesichert hätten. Unter Kontrolle ist das Feuer jedoch noch nicht.
Der Brand war am Montag, dem 10. August, ausgebrochen und hatte sich bei schwierigen Wetter- und Geländeverhältnissen rasch ausgebreitet. Die Löscharbeiten konzentrieren sich weiterhin auf mehrere gefährdete Abschnitte, in denen Glutnester und erneutes Aufflammen drohen. Feuerwehrleute am Boden, schweres Gerät und Löschflugzeuge sollen verhindern, dass sich die Flammen erneut ausbreiten.
Besonders bedroht war der Klosterkomplex San Juan de la Peña nahe Jaca. Das alte Kloster gehört zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern Aragóns und diente als erste Grablege der Könige von Aragón. Seine dokumentierte Geschichte reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück; wesentliche Teile der Anlage entstanden im 11. und 12. Jahrhundert.
Fachleute der Regionalverwaltung und Angehörige der militärischen Nothilfe UME brachten vorsorglich menschliche Überreste aus dem königlichen Pantheon sowie weitere Kulturgüter in Sicherheit. Weder der alte noch der neue Klosterbau wurde nach den vorliegenden Angaben durch die Flammen zerstört. Kontrollierte Gegenfeuer und die Freihaltung des unmittelbaren Umfelds halfen, die Gefahr für die Anlage zu begrenzen.
Für die umliegenden Gemeinden sind die Folgen dennoch schwerwiegend. Nach Behördenangaben mussten 1.046 Menschen aus 19 Siedlungen ihre Häuser verlassen. Der Schutz der Ortschaften und wichtiger Verkehrswege hatte zeitweise Vorrang vor der unmittelbaren Bekämpfung einzelner Brandfronten. Mehrere Straßen sowie die Bahnstrecke zwischen Sabiñánigo und Ayerbe waren vorübergehend gesperrt. Ob und wann alle Evakuierten zurückkehren können, hängt von der Stabilität des gesicherten Brandgebiets ab.
Aragón bat zudem Frankreich um zusätzliche Unterstützung aus der Luft. Angefordert wurden drei weitere Hubschrauber; eine bestätigte Ankunft lag zunächst nicht vor. Solche grenzüberschreitenden Hilfsersuchen gehören im Pyrenäenraum zum Katastrophenschutz, wobei verfügbare Luftfahrzeuge nach Dringlichkeit und paralleler Brandlage eingesetzt werden.
Überschattet wurde der Einsatz am Sonntag von einem tödlichen Unfall. Ein Angehöriger der UME kam ums Leben, als ein Lastwagen im Brandgebiet umkippte; mehrere weitere Einsatzkräfte wurden schwer verletzt. Zu Beginn der Sitzung des regionalen Krisenstabs hielt die Regierung Aragóns eine Schweigeminute ab. Währenddessen arbeiteten die Löschmannschaften weiter daran, den weitläufigen Brandbereich zu sichern.
Quellen
- Franceinfo
- Cadena SER Aragón
- El País
- Regierung von Aragón – Kulturerbe
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).