Umwelt

Waldbrand in der Gironde: Bordeaux nimmt Tausende Evakuierte auf

Wegen des großen Waldbrands in der Gironde sind am 25. Juli sieben Gemeinden und Ortsteile am Rand von Bordeaux vorsorglich geräumt worden. Die Stadt hat ihre Messehallen als Notunterkunft geöffnet.

Bordeaux – 25.07.2026: Der große Waldbrand in der Gironde hat die Evakuierungen bis an den Rand von Bordeaux ausgeweitet. Die Präfektur ordnete am Samstag die vorsorgliche Räumung von sieben Gemeinden und Ortsteilen an. Betroffen sind Saint-Aubin-de-Médoc, Saint-Médard-en-Jalles, Martignas-sur-Jalle, Saint-Jean-d'Illac und Le Haillan sowie Gebiete von Eysines und Mérignac. Die Anweisungen gelten auch für Teile von Mérignac in der Nähe des internationalen Flughafens.

Bordeaux öffnete den Parc des Expositions im Norden der Stadt als zentrale Notunterkunft. Dort waren nach Medienberichten unter Berufung auf die Einsatzleitung mindestens 3.500 Menschen untergebracht. Bürgermeister Thomas Cazenave zufolge fanden insgesamt zwischen 5.000 und 6.000 Evakuierte in Bordeaux Schutz. Die Stadt aktivierte einen Krisenplan, um Personal, Räume und Versorgungskapazitäten für Menschen aus den Nachbarkommunen bereitzustellen. Auch Turnhallen dienen laut Ticker-Berichten als Aufnahmezentren.

Eine Evakuierung von Bordeaux selbst ist nach Angaben des Bürgermeisters derzeit nicht vorgesehen. Die Lage bleibt jedoch angespannt, weil sich das Feuer seit seinem Ausbruch in Saumos in Richtung der Metropolregion ausgebreitet hat. Die Präfektur bezifferte die betroffene Fläche am Samstagmittag auf 32.700 Hektar. Südwestwind hatte die Ausbreitung zuvor begünstigt.

Inzwischen gingen die Temperaturen nach Behördenangaben zurück, zugleich stieg die Luftfeuchtigkeit. Dadurch habe die Intensität des Feuers etwas nachgelassen, sodass die Feuerwehr wieder stärker gegen die Flammen vorgehen könne. Eine Rückkehr in die geräumten Gebiete ist dennoch erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die Einsatzleitung erlaubt. Polizei und Rettungsdienste lenken den Verkehr über festgelegte Evakuierungsrouten. Für Betroffene bedeutet das eine ungewisse Wartezeit: Viele verfolgen die Entwicklung über ihre Mobiltelefone, während sie in den Aufnahmezentren versorgt werden.

Im Einsatz stehen laut Präfektur 750 Feuerwehrleute, 1.000 Soldaten und 18 Luftfahrzeuge, darunter Löschflugzeuge, Hubschrauber und Maschinen des Typs Air Tractor. Die militärische Verstärkung sollte bis Samstagabend auf 1.500 Soldaten anwachsen. Zusätzlich wurde ein Transportflugzeug vom Typ A400M in die Gironde entsandt, das bis zu 20 Tonnen Löschmittel ausbringen kann.

Das Innenministerium bezifferte die Zahl der wegen der Brände in der Gironde Evakuierten auf 167.000. Für Betroffene und Angehörige wurde am 25. Juli die nationale Informationsstelle InfoPublic unter der Nummer 09 70 80 90 40 aktiviert. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf die Sicherung der geräumten Gemeinden und den Schutz der Metropolregion Bordeaux.

Quellen

  • Ministerium des Innern Frankreich
  • Präfektur der Gironde
  • Euronews
  • Agence France-Presse
  • France 24

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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