Lège-Cap-Ferret – 28.07.2026: Die Bewohner von Lège-Cap-Ferret dürfen weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren. Am Dienstagmittag meldete die Gemeinde ein erhebliches Wiederaufflammen des Waldbrändes im Gebiet Grand Crohot. Löschflugzeuge wurden erneut eingesetzt, die Evakuierungsanordnung für die Halbinsel Cap Ferret bleibt bestehen. Für die Betroffenen heißt das, dass sie den Zustand ihrer Häuser und Wohnungen vorerst nicht selbst überprüfen können.
Der Großbrand in der Gironde hatte sich seit dem 22. Juli von Saumos in Richtung Le Porge und Lège-Cap-Ferret ausgebreitet. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach Angaben der Behörden zwar innerhalb eines abgegrenzten Gebietes halten, registrierte jedoch mehrere neue Brandherde. Die steigenden Temperaturen am Dienstag erschwerten die Löscharbeiten und erhöhten die Gefahr, dass Glutnester erneut aufflammen.
Nach dem jüngsten Lagebericht der Präfektur sind bislang 42.000 Hektar Vegetation verbrannt und 240 Wohnhäuser zerstört worden. Die Gemeinde Lège-Cap-Ferret hatte bereits am 24. Juli angekündigt, die Eigentümer betroffener Häuser persönlich zu benachrichtigen. Zugleich erklärte sie, auf dem übrigen Teil der Halbinsel seien keine weiteren Wohngebäude beschädigt worden.
Die Zugangsbeschränkungen sollen die Bevölkerung schützen und den Einsatzkräften freie Wege sichern. Zahlreiche Straßen und Radwege im Brandgebiet bleiben geschlossen. Der Départementrat der Gironde fordert Bewohner und Schaulustige auf, nicht in die Einsatzräume zu fahren. Die Gendarmerie kontrolliert die geräumten Zonen und unterstützt die Evakuierungsmaßnahmen.
Nach Angaben der Präfektur sind 2.750 Feuerwehrleute, 1.500 Soldaten, 1.440 Sicherheitskräfte und 18 Luftfahrzeuge im Einsatz. Bereits während der ersten Brandtage war die vollständige Räumung der Halbinsel Cap Ferret angeordnet worden. Neben der Départementstraße RD 106 nutzten die Behörden auch den Seeweg über das Becken von Arcachon, um Bewohner und Urlauber aus dem gefährdeten Gebiet zu bringen. Die Kombination beider Routen sollte verhindern, dass sich der Verkehr auf der einzigen größeren Straßenverbindung der Halbinsel staute.
Außerhalb der Sperrzone stehen Betroffenen weiterhin Hilfsangebote offen. Die sozialen Anlaufstellen des Départements in Castelnau-de-Médoc und Lanton nehmen Menschen in Notlagen auf. Der Anwaltsverband Bordeaux hat außerdem eine Notrufnummer für Brandgeschädigte eingerichtet. Eine Rückkehr nach Lège-Cap-Ferret soll erst erlaubt werden, wenn das Gelände gesichert ist und weitere Aufflammungen unter Kontrolle sind. Bis dahin bleiben auch private Erkundungsfahrten in die evakuierten Viertel untersagt.
Quellen
- Franceinfo
- Département Gironde
- Gemeinde Lège-Cap-Ferret
- Gendarmerie nationale
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).