Umwelt

Waldbrand in der Gironde stabilisiert, aber noch nicht unter Kontrolle

Der Großbrand in der Gironde hat sich langsamer ausgebreitet, ist jedoch noch nicht dauerhaft eingedämmt. Steigende Temperaturen und zahlreiche wieder aufflammende Brandherde erschweren den Einsatz.

Marcheprime – 28.07.2026: Der Großbrand in der Gironde hat sich in der Nacht zum Dienstag langsamer ausgebreitet. Nach Angaben des französischen Innenministers Laurent Nunez ist das Feuer stabilisiert, aber noch nicht dauerhaft eingedämmt. Die Einsatzkräfte konnten seine Ausdehnung vorerst begrenzen; die Ränder des Brandgebiets gelten jedoch weiterhin als unsicher. Im Norden des Beckens von Arcachon dauert der Großeinsatz deshalb an.

Das Feuer war am 22. Juli in Saumos ausgebrochen und hatte sich anschließend über ein ausgedehntes Waldgebiet verbreitet. Nach Angaben staatlicher Stellen und von Nachrichtenagenturen erfassten die Flammen inzwischen mehr als 40.000 Hektar. Betroffen sind unter anderem Gebiete bei Le Porge, Lège-Cap-Ferret und Marcheprime. Die verbrannte Fläche ist damit größer als bei den schweren Bränden, die 2022 dieselbe Region verwüsteten.

Am 27. Juli wurden erneut kleinere Brandherde und aufflammende Stellen registriert. Solche Wiederentzündungen entstehen, wenn Glut in Vegetation oder Boden weiterbrennt und durch Wind oder trockene Luft erneut angefacht wird. Marc Vermeulen, Direktor des Feuerwehr- und Rettungsdienstes SDIS Gironde, warnte daher vor einer möglichen erneuten Ausbreitung am 28. Juli.

Zusätzliche Sorge bereitet die Wetterentwicklung. Für Dienstag wurden höhere Temperaturen und eine sinkende Luftfeuchtigkeit erwartet. Beides trocknet die Vegetation weiter aus und erschwert die Löscharbeiten an den Rändern des Brandgebiets. Die Feuerwehr konzentriert sich auf verbliebene Glutnester, die Sicherung von Schneisen und die Überwachung besonders gefährdeter Waldabschnitte. Schon einzelne Funken können unter diesen Bedingungen neue Feuer auslösen.

Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben umfangreich. Die Präfektur macht die Rückkehr in geräumte Orte davon abhängig, dass das Feuer dauerhaft begrenzt ist. Die nationale Gendarmerie mobilisierte mehr als 1.200 Kräfte in den Départements Gironde und Landes. Sie sichern Evakuierungen, halten Straßen für Rettungsfahrzeuge frei und schützen gesperrte Gebiete. Parallel wird zur Ursache mehrerer Brände in der Region ermittelt.

Präsident Emmanuel Macron und Innenminister Nunez informierten sich am 27. Juli vor Ort über den Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Jahresbeginn in Frankreich 116.085 Hektar durch Vegetations- und Waldbrände zerstört. Der Brand in der Gironde gehört zu den größten Einsätzen des Sommers 2026.

Für die betroffenen Gemeinden bedeutet die Stabilisierung noch keine Rückkehr zur Normalität. Anwohner und Besucher sollen Sperrungen beachten, Zufahrten für Rettungskräfte freihalten und alles vermeiden, was Funken verursachen könnte. Ob weitere Evakuierungen aufgehoben werden können, hängt vom Verlauf der Löscharbeiten und der angekündigten Hitze ab.

Quellen

  • Französisches Innenministerium
  • Info Feux Gironde auf Grundlage der Präfektur der Gironde
  • Gendarmerie Nationale
  • Reuters
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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