Paris – 05.08.2026: Die staatliche Tourismusagentur Atout France hat erstmals beziffert, wie stark die jüngsten Waldbrände den Fremdenverkehr in den Départements Gironde und Landes beeinträchtigt haben. Demnach waren 520 touristische Betriebe von Evakuierungsanordnungen betroffen. Das entspricht rund 13 Prozent der touristischen Aufnahmekapazität beider Gebiete. Erfasst sind Hotels, Campingplätze und weitere Unterkünfte, die Gäste oder Beschäftigte auf behördliche Anweisung verlassen mussten.
Die Bilanz erlaubt jedoch keine Aussage über das Ausmaß materieller Schäden. Atout France teilte nicht mit, wie viele Einrichtungen beschädigt wurden, ihren Betrieb länger unterbrechen mussten oder dauerhaft geschlossen bleiben. Die Zahl bezeichnet zunächst jene Standorte, die innerhalb der geräumten Gebiete lagen. Für die Gironde gab die Agentur außerdem an, das Feuer habe rund vier Prozent der Fläche des Départements erfasst.
Die Brände hatten sich seit dem 22. Juli in mehreren Teilen der Gironde ausgebreitet. Betroffen waren insbesondere Gebiete im Norden des Bassin d'Arcachon und westlich von Bordeaux. In den Landes brach am 23. Juli ein weiterer großer Waldbrand bei Biscarrosse und Parentis-en-Born aus. Präfekturen, Feuerwehr und Sicherheitskräfte ließen gefährdete Zonen räumen und sperrten Straßen sowie Zugänge zu Wald- und Küstengebieten.
Am 27. Juli meldeten die Behörden im Département Landes, die Ausbreitung des Feuers bei Biscarrosse sei gestoppt worden. Rund 15.000 evakuierte Menschen konnten daraufhin in freigegebene Bereiche zurückkehren. Einzelne Viertel blieben wegen laufender Einsätze und fortbestehender Gefahren unzugänglich. Auch in der Gironde galten weiterhin örtliche Beschränkungen.
Für die Tourismusbranche fällt die Unterbrechung in eine wirtschaftlich wichtige Phase. Während der sommerlichen Hauptsaison sind Unterkünfte an der Atlantikküste, am Bassin d'Arcachon und an den Seen der Landes stark nachgefragt. Die Räumungen trafen deshalb neben Reisenden und Betreibern auch Beschäftigte, Zulieferer und Kommunen, die kurzfristig Ausweichquartiere organisieren mussten. Ob und in welchem Umfang Buchungen storniert wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Region Nouvelle-Aquitaine stellte während der Brände zusätzliche Unterkünfte in Bordeaux, Talence und Latresne bereit. Busse des Regionalverkehrs brachten Einwohner und Urlauber aus gefährdeten Gebieten. Der Flughafen Bordeaux verwies Ende Juli auf die Evakuierung der Hotelzone in seinem Umfeld und empfahl Reisenden, Unterkünfte außerhalb der Sperrbereiche zu suchen.
Die Angaben von Atout France ergänzen die Einsatzbilanzen um eine wirtschaftliche Kennzahl. Die 520 Betriebe stehen für zeitweise blockierte Kapazitäten, nicht für eine Schätzung der finanziellen Gesamtschäden.
Quellen
- Franceinfo
- Atout France
- Präfektur der Landes
- Département Gironde
- Region Nouvelle-Aquitaine
- Gendarmerie nationale
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).