Bordeaux – 25.07.2026: Rauch liegt über Straßen, Ferienorten und Kiefernwäldern im Südwesten Frankreichs. Wegen der großen Waldbrände in der Gironde und im benachbarten Département Landes sind nach einem vom Innenministerium veröffentlichten Zwischenstand mindestens 140.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. In der Nacht zum 25. Juli ordnete die Präfektur der Gironde weitere Evakuierungen in sieben Kommunen nahe Bordeaux an.
Die Zahl bezeichnet Einwohner und Urlauber, die auf Anweisung der Behörden ihre Häuser, Campingplätze oder Ferienunterkünfte verlassen mussten. Sie bedeutet nicht, dass alle Betroffenen ihre Wohnungen dauerhaft verloren haben. Die von Franceinfo gemeldete Größenordnung von fast 200.000 Evakuierten war am Abend des 25. Juli durch die verfügbaren amtlichen Angaben noch nicht eindeutig bestätigt. Weitere Räumungen können die Bilanz allerdings kurzfristig verändern.
Besonders angespannt blieb die Situation auf der Halbinsel Cap-Ferret und im Norden des Beckens von Arcachon. Dort hatte sich seit dem 22. Juli ein Feuer unter schwierigen Bedingungen ausgebreitet. Starker Wind, ausgetrocknete Vegetation und hohe Temperaturen begünstigten die Flammen. Auch bei Biscarrosse im Département Landes brannte es auf großer Fläche. Bereits am 24. Juli hatten die Behörden die Evakuierung von Parentis-en-Born mit rund 8.000 Einwohnern veranlasst.
Für die Betroffenen hieß das, ihre Unterkünfte rasch zu verlassen, obwohl vielerorts noch keine Flammen zu sehen waren. Mehrere Gemeinden richteten Sammelstellen und Ausweichquartiere ein. Nach Darstellung der Präfekturen sollen die frühen Räumungen verhindern, dass Straßen blockiert werden oder Menschen erst dann aus gefährdeten Gebieten geholt werden müssen, wenn sich das Feuer bereits genähert hat. Zugleich müssen die Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienste frei bleiben.
Die Einsatzkräfte kämpften an mehreren Brandfronten. Unterstützung kam von staatlichen Einheiten und aus anderen Regionen. Atmo Nouvelle-Aquitaine warnte zudem vor Rauchbelastungen, die sich weit über die unmittelbaren Brandgebiete hinaus ausbreiten können. Damit betrifft die Katastrophe auch Orte, die von den Flammen selbst nicht bedroht sind.
Innenminister Laurent Nunez erklärte, die Behörden wollten alles daransetzen, Bordeaux zu schützen. Eine Evakuierung der Stadt war nach den vorliegenden Informationen nicht angeordnet; die neuen Maßnahmen galten Gemeinden und Gebieten in ihrem Umfeld. Die Gefahr rückte damit von den Küstenorten und Waldgebieten näher an dicht besiedelte Räume.
Die Zahl der vorsorglich Evakuierten übersteigt bereits die Größenordnung der schweren Brände von 2022. Wann die Menschen zurückkehren können, entscheiden die Präfekturen anhand der Brandfronten, Glutnester, Rauchentwicklung und Befahrbarkeit der Zufahrtswege.
Quellen
- Le Monde
- Präfektur des Départements Landes
- Atmo Nouvelle-Aquitaine
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).