Straßburg – 24.09.2026: Der US-Film Coyote vs. Acme eröffnet am 25. September das 19. Europäische Fantastikfilmfestival Straßburg. Vorgesehen sind drei Vorführungen in der Stadt, darunter eine am Eröffnungsabend im Kino Le Cosmos. Das Haus kündigt die Veranstaltung als erste und zugleich letzte Kinoauswertung des Films in Frankreich an. Ein regulärer landesweiter Start ist bislang nicht bekannt.
Der Film von Dave Green verbindet Realfilm und Animation. Wile E. Coyote zieht darin gegen den fiktiven Acme-Konzern vor Gericht, weil dessen Produkte immer wieder versagen. Die englischsprachige Fassung wird beim Festival mit französischen Untertiteln gezeigt. Zu den Darstellern gehören Will Forte, Lana Condor und John Cena. Das Straßburger Festival dauert vom 25. September bis zum 4. Oktober.
International ist der Film seit Ende August in mehreren Ländern zu sehen. Eine am 24. September geprüfte Erfassung von Box Office Mojo verzeichnete weltweite Einnahmen von rund 84,1 Millionen US-Dollar. Die in der Franceinfo-Meldung genannte Marke von mehr als 100 Millionen Dollar ließ sich anhand dieser Daten nicht bestätigen. Frankreich wird dort nicht als regulärer Kinomarkt des Films geführt.
Ob eine ausländische Produktion in französische Kinos gelangt, hängt vor allem davon ab, ob sich ein Verleih findet. Dieser muss die französischen Vertriebsrechte erwerben oder vom internationalen Rechteinhaber erhalten. Anschließend trägt er das wirtschaftliche Risiko der Veröffentlichung und handelt mit den Kinos aus, in wie vielen Sälen, an welchen Orten und für welchen Zeitraum der Film gezeigt wird.
Hinzu kommen Kosten für Untertitel oder Synchronisation, Werbematerial, Pressearbeit und die Planung des Starttermins. Der Verleih muss abschätzen, ob die erwarteten Einnahmen den Aufwand rechtfertigen. Ein Erfolg in Nordamerika oder anderen Ländern führt deshalb nicht automatisch zu einer breiten französischen Auswertung. Publikumserwartungen, Konkurrenz im Startkalender und das verfügbare Werbebudget werden für jeden Markt neu bewertet.
Auch die Kinobetreiber entscheiden nach wirtschaftlichen Kriterien. Sie vergeben ihre Leinwände entsprechend der erwarteten Nachfrage und bereits vereinbarter Programme. Das Nationale Zentrum für Kino und Bewegtbild hat zuletzt Empfehlungen für Sondergenehmigungen veröffentlicht. Sie sollen verhindern, dass einzelne außerplanmäßige Vorführungen langfristig vorbereitete Starts anderer Filme beeinträchtigen.
Festivals bieten Produktionen ohne französischen Verleih dennoch eine begrenzte Öffentlichkeit. Vorführungen können Reaktionen des Publikums auslösen, Presseaufmerksamkeit schaffen und Kontakte in die Branche ermöglichen. Bei Coyote vs. Acme ersetzt diese Bühne jedoch keinen nationalen Kinostart. Bestätigt sind lediglich die drei Straßburger Festivalvorführungen.
Quellen
- Franceinfo
- Europäisches Fantastikfilmfestival Straßburg
- Kino Le Cosmos Straßburg
- Box Office Mojo
- Nationales Zentrum für Kino und Bewegtbild
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).