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Warum gibt es zur Zeit so viele Erkältungen, Gastroenteritis und Halsschmerzen?

Mit dem nahenden Herbst nehmen Grippe-, Erkältungs- und Gastroenteritisfälle zu. Es wird vermutet, dass weniger angewandte Schutzmaßnahmen und die Rückkehr zum "normalen Leben" die Ursache für das Wiederauftreten dieser Winterkrankheiten sind, die im letzten Jahr so selten waren. Mit dem Herbstbeginn kehren Grippe, Erkältungen, Halsschmerzen und andere Infektionen zurück. Nach einem von diesen Krankheiten weitestgehend…

Mit dem nahenden Herbst nehmen Grippe-, Erkältungs- und Gastroenteritisfälle zu. Es wird vermutet, dass weniger angewandte Schutzmaßnahmen und die Rückkehr zum "normalen Leben" die Ursache für das Wiederauftreten dieser Winterkrankheiten sind, die im letzten Jahr so selten waren.

Mit dem Herbstbeginn kehren Grippe, Erkältungen, Halsschmerzen und andere Infektionen zurück. Nach einem von diesen Krankheiten weitestgehend verschonten Jahr 2020 sind die Grippepatienten in die Wartezimmer der Ärzte zurückgekehrt. Die Ursache: die Lockerung der Barrieregesten. Während der Covid-Periode gab es nur sehr wenige Fälle von Rhinopharyngitis und Gastroenteritis, wahrscheinlich weil die Menschen besonders auf das Händewaschen geachtet haben. Sie wuschen sich mehr die Hände und trugen Masken, ist die Meinung der Allgemeinmediziner.

Seit Mitte des letzten Frühjahrs wurden die Barrieregesten tatsächlich weniger beachtet, wie eine Datacovid-Ipsos-Umfrage von Ende Mai zeigt. Eine Rückkehr zum "normalen Leben" wäre also für diese epidemischen Erscheinungen verantwortlich.

Nach Angaben des Nationalen Instituts für Prävention und Gesundheitserziehung werden 80% der Keime durch Berührung übertragen. Regelmäßiges Händewaschen ist daher unerlässlich, um eine Ansteckung zu vermeiden. Um krank zu werden, muss man mit einem Keim in Kontakt kommen und bei Nichtbeachtung der Barrieregesten werden solche Keime schneller weitergegeben.

Ein geschwächtes Immunsystem?
Nach den Lockdowns und Ausgangssperren und dank der Beachtung der Barrieregesten konnte die Ausbreitung bestimmter Infektionen im Jahr 2020 deutlich begrenzt werden. Hat sich diese mangelnde Stimulation unseres Immunsystems auf dieses ausgewirkt? Für Ärzte ist das ehe unwahrscheinlich: Wenn es sich wirklich um eine Schwächung des Immunsystems handeln würde, gäbe es wahrscheinlich viel mehr schwere Infektionen und sogar Lungenentzündungen. Das ist im Moment aber wohl nicht der Fall.

Andererseits befürchtet Santé Publique France für diesen Winter eine Zunahme von Fällen von Bronchiolitis bei Kindern. Sie könne größer als die durchschnittlich jährlich beobachtete ausfallen, was auf eine geringere Stimulation des Immunsystems durch die geringe Verbreitung dieses Virus zurückzuführen sei. In 2018 und 2019 wurden wöchentlich bis zu 6.000 Besuche in der Notaufnahme verzeichnet. Im Jahr 2020 waren es nicht mehr als 2.000.

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