Saint-Denis – 30.07.2026: Paris und Saint-Denis richten vom 31. Juli bis 16. August die Europameisterschaften der Wassersportarten aus. In fünf Disziplinen werden Medaillen vergeben: Beckenschwimmen, Kunstschwimmen, Wasserspringen, Freiwasserschwimmen und High Diving. Für Frankreich ist es die erste Austragung dieses Wettbewerbs seit Straßburg 1987.
Den Auftakt übernehmen im Centre Aquatique Olympique der Metropole Grand Paris in Saint-Denis das Wasserspringen und das Kunstschwimmen. Die Arena war bereits während der Olympischen Spiele 2024 Schauplatz der Wettbewerbe im Wasserspringen, Wasserball und Kunstschwimmen. Bis zum 6. August fallen dort die ersten Entscheidungen; vom 10. bis 16. August folgen die Rennen im Becken.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Léon Marchand. Der vierfache Olympiasieger von Paris 2024 hat seine Teilnahme an den Beckenwettbewerben angekündigt. Als erster großer Start kommt für ihn am 10. August das Rennen über 400 Meter Lagen infrage, dessen Finale für den Abend vorgesehen ist. In dieser Disziplin verbinden sich vier Schwimmarten mit häufigen Rhythmuswechseln und technisch anspruchsvollen Wenden.
Marchand hat seine Vorbereitung zwischen dem französischen Leistungssportzentrum Insep und dem Cercle des Nageurs de Marseille organisiert. Bei den französischen Meisterschaften Ende Juni in Saint-Étienne hatte er wegen Adduktorenbeschwerden auf das Finale über 200 Meter Brust verzichtet. Seine Teilnahme in Paris wurde danach bestätigt. Welche Strecken er tatsächlich bestreitet und wie stark er sich belastet, hängt jedoch von der endgültigen Meldeliste ab.
Neben Saint-Denis wird die Seine erneut zur Wettkampfstätte. Vom 4. bis 8. August treten die Freiwasserschwimmerinnen und Freiwasserschwimmer im Bras de Grenelle rund um die Île aux Cygnes an. Vorgesehen sind die Rennen über zehn Kilometer am 4. August und fünf Kilometer am 5. August. Am 7. August folgt ein Ausscheidungsrennen über drei Kilometer, am 8. August die gemischte Staffel.
Ebenfalls am 7. und 8. August ist High Diving im Bereich der Pont de Bir-Hakeim geplant. Die Athletinnen und Athleten springen dort von einer 20 Meter hohen Plattform. Anders als im Becken wirken auf der Seine auch Strömung, Wassertemperatur und Sichtverhältnisse unmittelbar auf den Wettbewerb ein.
Die 38. Ausgabe der Europameisterschaften fällt in das hundertste Jahr des kontinentalen Wettbewerbs. Paris verbindet dabei die kontrollierten Bedingungen der Halle mit den offenen Strecken auf der Seine. Die ersten Finalentscheidungen im Wasserspringen beginnen am 31. Juli um 14.30 Uhr.
Quellen
- Fédération Française de Natation
- Eurovision Sport
- Ville de Paris
- L'Équipe
- Paris je t'aime
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).