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Aktuell · 08.07.2026 05:26

Wie oft sollte man Sonnencreme erneuern? Empfehlungen, Mengenangaben und Alltagstipps

Gesundheitsstellen raten zum Nachcremen mindestens alle zwei Stunden – zusätzlich immer nach Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen. Entscheidend sind ausreichende Produktmenge, Breitband‑UV‑Schutz und ergänzende Maßnahmen wie Kleidung und Schatten.

Paris – 08.07.2026: Gesundheitsbehörden und Fachstellen betonen, dass Sonnenschutz kein einmaliger Schritt ist. Die Schutzwirkung von Cremes und Sprays lässt durch Schwitzen, Wasser, Reibung und den natürlichen Abbau des Films nach. Um den angegebenen Schutzfaktor zu halten, muss die Anwendung über den Tag verteilt wiederholt werden.

Als praxistauglicher Richtwert gilt: Nachcremen mindestens alle zwei Stunden bei Aufenthalt im Freien – zusätzlich immer sofort nach dem Schwimmen, nach starkem Schwitzen oder nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch. Diese Vorgabe deckt sich mit Hinweisen französischer Stellen wie Ameli und DGCCRF, Empfehlungen der ANSES sowie Ratschlägen internationaler Organisationen.

Wesentlich ist die richtige Menge. Der nominelle Lichtschutzfaktor (SPF) wird nur erreicht, wenn ausreichend Produkt aufgetragen wird. Für einen Erwachsenen entspricht das für den ganzen Körper ungefähr einem Schnapsglas (rund 30 Milliliter). Für Gesicht, Hals und Ohren sollten etwa zwei Fingerlängen Produkt oder ein gut gefüllter Teelöffel eingeplant werden. Vergessene Stellen sind häufig: Ohren, Nacken, Handrücken, Fußrücken, Schultern, Stirnansatz und Lippen – für Letztere eignet sich ein Lippenpflegestift mit UV‑Schutz.

Der SPF bestimmt die Grundabsicherung, ersetzt aber nicht das erneute Auftragen. Auch sehr hohe Werte erlauben keine längere ungeschützte Sonnenexposition. Entscheidend ist ein Breitbandschutz gegen UVB und UVA; entsprechende Siegel oder Hinweise auf der Verpackung („UVA/UVB“, PPD/UVA‑Kreis) helfen bei der Auswahl. Wasserresistente Produkte verlängern die Haftung, müssen jedoch je nach Herstellerangabe und Aktivität trotzdem erneuert werden.

Besondere Sorgfalt erfordern Kinder und empfindliche Haut. Babys sollten nicht direkter Sonne ausgesetzt werden; Kleinkinder benötigen hohe SPF‑Produkte, dicht gewebte Kleidung, breitkrempige Hüte und Sonnenbrillen mit UV‑Filter. Am Strand oder im Gebirge erhöht die Reflexion durch Sand, Wasser oder Schnee die Belastung – hier ist häufigeres Nachcremen sinnvoll und Schattenpausen sind Pflicht.

Für den Alltag gilt: Sonnenschutz großzügig 15 bis 20 Minuten vor der Exposition auftragen und anschließend regelmäßig auffrischen. Sprays sind praktisch für das Nachlegen, sollten aber nah an der Haut aufgesprüht und anschließend verteilt werden, damit genug Produkt ankommt. Wer Make‑up trägt, kann eine basale Schutzschicht unter dem Make‑up nutzen und später mit Spray, Stick oder gepresstem Puder mit UV‑Filter behutsam nachbessern. Nach dem Baden oder Sport zählt stets die Erneuerung der Schicht.

Unterm Strich reduziert konsequentes Nachcremen, kombiniert mit Kleidung, Schatten in den Mittagsstunden und Sonnenbrillen mit CE‑Kennzeichnung, das Risiko für Sonnenbrand und langfristige Hautschäden. Offizielle Gesundheitsseiten und Apotheken geben konkrete Hinweise zur Produktauswahl, zum UVA/UVB‑Label und zu Anwendungen bei sensibler Haut.

Quellen

  • Ameli (Assurance Maladie)
  • DGCCRF (Economie.gouv.fr)
  • ANSES
  • WHO
  • FDA

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