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Wut der Landwirte: Die Proteste gehen weiter

Die neueste Protestbewegung der Landwirte in Frankreich dauert nun bereits drei Tage an. Besonders im Südwesten des Landes blockieren Bauern wichtige Standorte der großen Einzelhandelsketten und machen ihrem Ärger Luft. Mittwochabend, am 20. November, rollten die ersten Traktoren der Coordination Rurale aus dem Département Lot-et-Garonne in den Hafen von Bordeaux ein – begleitet von lautem…

Foto Gayatri Malhotra

Die neueste Protestbewegung der Landwirte in Frankreich dauert nun bereits drei Tage an. Besonders im Südwesten des Landes blockieren Bauern wichtige Standorte der großen Einzelhandelsketten und machen ihrem Ärger Luft.

Mittwochabend, am 20. November, rollten die ersten Traktoren der Coordination Rurale aus dem Département Lot-et-Garonne in den Hafen von Bordeaux ein – begleitet von lautem Hupen und nach stundenlanger Fahrt. Vor Ort wurden Anhänger voller Erde und Reifen vor den Eingängen abgeladen. Bereits zuvor hatten Landwirte ähnliche Aktionen durchgeführt, etwa vor einem Leclerc-Supermarkt in den Landes. Ihr Hauptziel: Die großen Einzelhandelsketten.

Protest gegen unfaire Konkurrenz

Die Landwirte werfen der großen Distribution vor, die heimische Landwirtschaft durch den Verkauf importierter Produkte zu untergraben. Diese Waren würden oft nicht den gleichen strengen Auflagen entsprechen wie die in Frankreich produzierten. „Wie sollen wir mit solchen Preisen konkurrieren, wenn wir viel strengere Standards einhalten müssen?“ fragen die Bauern immer wieder. Ihre Kritik richtet sich dabei nicht nur an die Händler, sondern auch an die Politik, die ihrer Meinung nach zu wenig unternimmt, um die einheimische Produktion zu schützen.

Ein Telefonat mit dem Premierminister

Im Laufe des Mittwochs hatten Vertreter der Coordination Rurale in Agen die Gelegenheit, direkt mit Premierminister Élisabeth Borne zu telefonieren. Details des Gesprächs wurden nicht veröffentlicht, doch die Landwirte scheinen entschlossen, weiter Druck auszuüben.

Aktionen sollen fortgesetzt werden

Die Protestierenden haben sich vorerst in Bordeaux positioniert, betonen jedoch, dass sie „so lange bleiben, wie es nötig ist“. Die Ankündigung lässt vermuten, dass die kommenden Tage weitere Blockaden und Aktionen bringen werden.

Diese Proteste spiegeln die wachsende Verzweiflung und den Frust vieler Landwirte wider, die sich in einem unfairen Wettbewerb gefangen sehen. Die Frage bleibt, ob diese lautstarken Aktionen die Politik zum Handeln bewegen – oder ob sie lediglich ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein sind.

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