Kultur

Zerbrochener Eiffelturm von Burning Man wird in Paris versteigert

Philippe Maindrons monumentale Stahlskulptur Eiffela Broken Dream kommt am 14. September in Paris zur Auktion. Das Startgebot liegt bei 435.000 Euro.

Paris – 09.09.2026: Eine zerbrochene Version des Eiffelturms, die gerade noch in der Wüste Nevadas stand, soll in Paris einen neuen Besitzer finden. Die monumentale Stahlskulptur Eiffela Broken Dream des französischen Künstlers Philippe Maindron wird am Montag, 14. September, um 19 Uhr versteigert. Das Startgebot liegt bei 435.000 Euro.

Die Auktion leitet Aymeric Rouillac online für das Auktionshaus Rouillac. Schauplatz in Paris ist das elektrisch angetriebene Hausboot Hemera am Port Debilly, gegenüber dem echten Eiffelturm. An Bord erhalten nur vorab registrierte Bieter Zutritt. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet selbst, wohin die Arbeit anschließend gebracht wird, und übernimmt Transport, Aufbau und Präsentation.

Maindrons Werk misst 15 Meter in der Höhe und 30 Meter in der Länge. Es wiegt 30 Tonnen und besteht aus 5.000 Metallteilen sowie mehr als 10.000 nummerierten Schrauben. Die Konstruktion ist als gewaltiger Bausatz angelegt: Ihre Elemente lassen sich zerlegen und an anderer Stelle wieder zusammensetzen. Diese technische Präzision verleiht der vermeintlichen Ruine etwas überraschend Spielerisches.

Die Skulptur zeigt den Eiffelturm im Maßstab eins zu zehn, allerdings in zwei Teile gebrochen. Der untere Abschnitt mit seinen vier Pfeilern liegt am Boden, während die Spitze davon getrennt emporragt. Zwischen den beiden Fragmenten ist ein Seil für einen Artisten gespannt. Maindron verbindet so das Bild einer abgestürzten Zivilisation mit einer vorsichtigen Geste der Hoffnung: Der Balanceakt behauptet sich gegen das Szenario des Zusammenbruchs.

Eiffela Broken Dream entstand eigens für die 40. Ausgabe des Festivals Burning Man in Black Rock City im US-Bundesstaat Nevada, die vom 30. August bis zum 7. September 2026 stattfand. Das Festival errichtet alljährlich eine temporäre Wüstenstadt und dient als Bühne für großformatige Kunst, Musik und gemeinschaftliche Experimente. Zahlreiche Arbeiten werden dort zum Abschluss verbrannt; Maindrons Stahlkonstruktion blieb erhalten.

Nach Angaben des Auktionshauses setzte sich das Werk gegen rund 500 eingereichte Projekte für die Festivalausgabe 2026 durch. Maindron entwickelte und fertigte die Skulptur über zwei Jahre in seinen Werkstätten in der Vendée und finanzierte sie aus eigenen Mitteln. Die bei Burning Man gezeigte Fassung ist als erstes von acht Exemplaren gekennzeichnet, datiert und signiert.

Dass ein französisches Nationalsymbol zunächst zerlegt durch die amerikanische Wüste reist und anschließend am Seineufer zur Ware wird, hat einen eigenen ironischen Reiz. Die Auktion bewahrt zugleich eine Arbeit, deren Wirkung aus ihrer scheinbar prekären Konstruktion entsteht. Ihr tatsächlicher Fortbestand hängt nun vom Käufer ab, der auch die aufwendige Logistik für den 30 Tonnen schweren Stahlbau übernehmen muss.

Quellen

  • Franceinfo
  • Rouillac Commissaires-Priseurs
  • Burning Man Project
  • Gazette Drouot

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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